Obwohl die Verletzung an der linken Hand schwerer als ursprünglich gedacht ist, wird Max Neukirchner am kommenden Wochenende in Le Mans an den Start gehen.
Eigentlich war Max Neukirchner vom Kiefer Team guter Dinge, schließlich findet am kommenden Wochenende in Le Mans der große Preis von Frankreich statt. Doch nun erreichten ihn und sein Team eine schlechte Nachricht. Die linke Hand des Fahrers ist stärker verletzt als zunächst angenommen.
Im Qualifying in Katar war der Moto2-Pilot gestürzt und hatte sich dabei, wie Sport News berichteten, die linke Hand verletzt. Zwar wurde keine schwerwiegende Blessur festgestellt, doch in den darauffolgenden Rennen in Jerez und in Estoril nahmen die Einschränkungen nicht ab und so folgte die Diagnose „nicht verschobener, mehrfacher Bruch des Handwurzelknochens an der linken Hand“. Mit einer normalen Röntgenaufnahme war die Fraktur nicht zu erkennen, erst eine MRT-Untersuchung sowie eine CT brachten Klarheit.
Doch trotz der Verletzung wird Neukirchner in Le Mans an den Start gehen. Um das zu schaffen, wird er an den normalen Tagen eine größere Schiene zur Ruhigstellung tragen und während der Renn-Sessions durch eine kleinere Version unter dem Handschuh unterstützt. Neukirchner schon einmal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen und möchte deshalb auch unbedingt in der Moto2 an den Start gehen. Die Strecke kennt der Deutsche aus dem Effeff und auch das Layout kommt ihm zugute, weshalb er ein gutes Ergebnis für Kiefer holen möchte.
„Obwohl ich mir nach den Schmerzen bei den Rennen in Jerez und Estoril schon denken konnte, dass mit der Hand irgendwas nicht in Ordnung ist, war die Diagnose am Donnerstag ein Schock für mich“, gestand Neukirchner: „Gemeinsame mit Dr. Zokov und Dr. Kupfer habe ich nach der besten Möglichkeit gesucht, bei den nächsten Rennen an den Start zu gehen, weil ich sonst mindestens bis zum Sachsenring hätte pausieren müssen.“
Man gehe nun einen Kompromiss mit einer Schiene ein, die Neukirchner erlauben soll, trotzdem Rennen zu fahren. Er hoffe, das Ganze stelle keine allzu große Beeinträchtigung für ihn dar und dass sich das Team im Vergleich zum Ergebnis in Estoril weiter verbessern könne.
Für Fans von live Sportwetten könnte das Rennen ein Highlight werden, denn grundsätzlich kommt der 29-Jährige mit der Strecke gut zurecht: „Le Mans gefällt mir. Hier habe ich schon das 24-Stunden-Rennen gewonnen und deshalb mag ich die Strecke. So ein Layout wie in Frankreich gibt es nur einmal auf der Welt.“
