Unpopuläre Meinungen im Motorsport

  • Jeder von uns wird sicherlich die eine oder andere Meinung über den Motorsport haben, die gewiss nicht von allen geteilt wird. Ich bin mal gespannt, ob ich mit meinen Meinungen alleine dastehe und würde auch gerne mal eure hören. Zudem könnten wir ja über unsere Meinungen diskutieren ;)


    Auch wenn ich nicht sehr viel von der aktuellen DTM halte, bin ich trotzdem der Meinung, dass sie genug Potential besitzt, um zumindest in Europa die #2 hinter der Formel 1 zu werden. Was würde für meine Meinung sprechen? Zum einen hat die DTM drei aktive Hersteller, die wohl auch langfristig der Serie treu bleiben werden. Je nach dem, was sich aus der Super GT-Kooperation ergibt, könnten es sogar mehr werden. Dazu hat man ein schön gemischtes Grid: Man hat die DTM-Veteranen, man hat einige ex-F1-Fahrer, man hat Leute aus dem GT-Sport und schließlich Veteranen und Neuankömmlinge aus dem Formelnachwuchs. Dazu ist das Rennformat halbwegs fernsehgerecht. Nun weiß ich aber auch, dass all das der DTM im Moment nichts nützt. Aber wenn sie was aus ihrem Potential machen kann, dann wird langfristig eine #2 hinter der Formel 1 werden. Dafür müsste man aber die DTM an allen Ecken und Enden reformieren. Es reicht alleine ein Blick in den DTM-Thread, um mögliche Vorschläge zu sehen ;)


    Ansonsten finde ich NASCAR-Rennen eher langweilig, weil sie mir schlichtweg zu lange dauern. Wer schaut sich denn bitte ein 500-Meilen-Rennen auf einem Ein-Meilen-Oval an? Ich finde, die 500er sollten sich nur auf Daytona, Talladega, Pocono und evtl. Fontana und Michigan beschränken. Beim Rest sollte man sich eher in Richtung IndyCar orientieren. Und ja, dies schließt das Coca-Cola 600 mit ein. Nun gut, wenns den Amis gefällt... Aber es gefällt mir schonmal, dass die Autos nicht mehr wie auf Schienen fahren. Aber gut, ich habe jetzt nur das Rennen in Atlanta gesehen, vielleicht haben sich die Dinge wieder geändert.


    Zu guter letzt: Ich finde Heiko Waßer gar nicht so schlimm. Ja, er labert sich zum Teil einen Wolf bei der Formel 1. Aber ich finde schon, dass bei dem der Spaß an der Formel 1 rüberkommt. Ich finde, dass jemand nicht nur Ahnung von der Rennserie haben sollte, die er kommentiert. Er sollte auch Spaß daran haben. Es gibt natürlich auch welche, bei denen beides nicht zutrifft. Man muss dafür nur die DTM im Ersten sehen...

  • Bei der DTM stimme ich dir zu.
    Ich kenne nur die neue DTM (natürlich auch Videos der alten, aber diese Zeit habe ich nicht miterlebt) und bin von daher gar nicht mal so enttäuscht von der heutigen DTM. Die Hersteller sind okay und die Fahrer haben insgesamt eine gute bis sehr gute Qualität. Mich stören die filigranen Autos und das so gut wie unmögliche Überholen ohne DRS. Außerdem sind die Tickets zu teuer wenn man nicht weiß wie man sie günstiger bekommt und das Rahmenprogramm ist oft schwach, die Fannähe sollte ebenfalls besser werden. Und von der ARD fange ich einfach mal nicht an :D


    NASCAR empfinde ich auch oft als sehr lange und nicht gerade spannend. Ich kenne mich mit der Materie aber auch nicht genug aus um konstruktive Vorschläge anbieten zu können wie man die Spannung erhöhen könnte.


    Waßer und Danner finde ich beide grundsätzlich ganz okay, aber dieser Deutschland-Fokus nervt total und manchmal haben die halt echt keine Ahnung :]



    Meine persönlichen unpopulären Meinungen:


    - V8 Supercars Rennen sind oft gar nicht mal so spannend. Die Autos sind toll, die Strecken sind toll, die Fahrer sind toll, die Kommentatoren mag ich persönlich gerne, aber viele Rennen kann ich mir echt nicht geben ohne dass mir zwischendurch total langweilig wird. Ich liebe die Serie aber trotzdem :D


    - generall finde ich viele Kommentatoren in Deutschland nicht so schlecht wie andere hier, aber eben auch nicht besonders gut


    - Senna ist nicht der beste F1 Fahrer den es jemals gab.


    - Die WEC ist langweilig. Es können ja teilweise echt einige tolle Szenen pro Rennen zustandekommen, aber auf 6 Stunden verteilt? Sorry, einfach nicht mein Ding :)

  • Natürlich hat die DTM großes Potenzial, ich denke das ist soweit unstrittig. Wäre die DTM von Natur aus öde, würde es nicht so viel Kritik an der Führung der Rennserie geben. Die Kritik entsteht ja, weil die DTM das Potenzial vergeudet und sich die meisten Fans noch an die alte DTM mit oftmals mehreren Hunderttausend Zuschauern an der Strecke erinnern.


    Ich finde die WEC-Rennen auch zu lang, als dass sie mich dauerhaft fesseln könnten.


    Und Senna kann schon allein wegen der von ihm verursachten Kollision in Suzuka 1990 nicht der beste Fahrer sein.



    Meine unpopulären Meinungen sind:


    - Auch wenn Heiko Waßer und Christian Danner viel Stuss reden, kann ich mir kein Rennen ohne die beiden vorstellen. Ich wäre sehr traurig, wenn sich das RTL-Kommentatoren-Team eines Tages ändern würde.


    - Die WTCC ist seit Jahren schon die spektakulärste Rennserie.


    - In 5 Jahren wird es keine DTM mehr geben.


    - Norbert Ockenga ist der kompetenteste deutsche Motorsport-Kommentator.


    - Sebastian Vettel ist ein guter Fahrer, aber kein so überragender Fahrer wie es seine 4 WM-Titel nahelegen.


    - Ohne Bernie Ecclestone würde die Formel 1 heute eher schlechter als besser dastehen.


    - Leute wie Eddie Irvine sind verdammte Arschlöcher, aber für eine Sportart überlebenswichtig.

  • Ich kenne nur die neue DTM (natürlich auch Videos der alten, aber diese Zeit habe ich nicht miterlebt) und bin von daher gar nicht mal so enttäuscht von der heutigen DTM.

    Wie M. Nissen schon sagte, viele erinnern sich noch an die ursprüngliche DTM. Selbst ich kann mich noch gut an die ITC erinnern, obwohl ich da erst vier Jahre alt war :D. Alleine der Vergleich der Motorengeräusche zwischen ITC und jetziger DTM sagt einiges aus: Die ITC hatte die brachialen 2,5l Sechszylinder und man konnte förmlich merken, wie aus denen das letzte bisschen rausgepresst wurde. Die aktuellen 4,0l-V8 finde ich hingegen langweilig. Was auch kein Wunder ist, denn die dürfen ja nur 7500 U/Min fahren.


    Generell finde ich die meisten Renn-V8 langweilig. Entweder machen die nur halbgare Laubbläsergeräusche (DTM) oder grummeln nur so ein bisschen vor sich hin (NASCAR). Dass Renn-V8 spannend sein können, kann man aber an den alten CART-Motoren oder natürlich den V8-Motoren von Cosworth hören. Trotzdem finde ich V6, V10 oder V12 spannender :D.


    - Senna ist nicht der beste F1 Fahrer den es jemals gab.

    Man kann ohnehin nicht DEN besten benennen. Aber Senna finde ich schon einer der besseren F1-Fahrer. Doch er ist sicherlich nicht besser als M. Schumacher, Mansell, Alonso, Prost oder meinetwegen auch Fangio.


    Die WEC ist langweilig. Es können ja teilweise echt einige tolle Szenen pro Rennen zustandekommen, aber auf 6 Stunden verteilt? Sorry, einfach nicht mein Ding

    Le Mans gucke ich mir zwar sehr gerne an, aber für ein reguläres 6h-Rennen würde ich mich nicht sechs Stunden vor dem Fernseher hocken. Aber so einstündige Highlights alá Sportschau würde ich mir auf jeden Fall angucken :]


    - Die WTCC ist seit Jahren schon die spektakulärste Rennserie.

    Für dieses Jahr würde ich dir auf jeden Fall zustimmen. Aber so die Jahre nach dem BMW-Rückzug waren ein bisschen lahm für mich. Erst kam die Chevy-Dominanz, dann die Citroen-Dominanz und da hatte ich nicht so Lust, die Serie zu verfolgen. Dieses Jahr ist es anders, gerade weil die Hersteller enger zusammengerückt sind und mit Volvo ein Hersteller mit einem hohen Ansehen im Tourenwagensport dazugekommen ist. Bislang habe ich jedes Rennen entweder live im TV oder im Nachhinein übers Internet geguckt. Ich hoffe nur, dass es die Serie noch in ein paar Jahren geben wird. Denn was Privatteams angeht, so ist es ein bisschen dünn geworden. Dabei haben diese die WTCC nach dem Rückzug der Hersteller ab 2009 (Also Seat, BMW und Chevy) am Leben gehalten...aber deine Meinung kann man getrost als populär bezeichnen :]


    - Sebastian Vettel ist ein guter Fahrer, aber kein so überragender Fahrer wie es seine 4 WM-Titel nahelegen.

    Er muss auf jeden Fall mit Ferrari einen WM-Titel holen, damit er zu einem überragenden Fahrer wird. Aber dazu muss er aufhören, ständig über andere rumzumäkeln.


    - Ohne Bernie Ecclestone würde die Formel 1 heute eher schlechter als besser dastehen.

    So ist es. Allerdings sollte Bernie, alleine wegen seines Alters, sich mal langsam um einen Nachfolger kümmern. Oder will er wirklich "auf der Arbeit" den Löffel abgeben?


    - Leute wie Eddie Irvine sind verdammte Arschlöcher, aber für eine Sportart überlebenswichtig.

    Sind sie das wirklich? Klar, über solche Charaktere könenn die Medien leichter schreiben und entsprechend höhere Clickzahlen/Auflagen erzielen. Aber ein Sport vermittelt ja auch was an die Gesellschaft und ich möchte keinen Sport sehen, der der Gesellschaft vermittelt, dass man ein A******** zu sein hat, um Erfolg zu haben. Da lobe ich mir lieber das gute, alte: "Gib dein bestes und glaub an dich und dann KANNST du es schaffen." :]


    EDIT: Warum ist der Singular bei mir zensiert, aber der Plural nicht? :jo: lol

  • V8 Supercars Rennen sind oft gar nicht mal so spannend.

    Eigentlich schon, durch das taktische ist meistens eine enorme Spannung drin und nicht eher durch das Geholze wie in anderen Tourenwagenserien.


    Na dann mal meine unpopulären Meinungen:

    • Der DMSB zerstört große Teile des deutschen Motorsports
    • Die meisten NASCAR Rennen sind in den letzten 2 Jahren deutlich langweiliger geworden
    • Werksteams sind Gift für die meisten Rennserien, meistens hinterlassen sie beim Rückzug einen riesigen Scherbenhaufen und meckern häufig in einer Tour rum.
    • Die DTM und die V8 Supercars werden bis 2019 nicht mehr existieren (zumindest in der jetzigen Form).
    • 3/4 aller deutschen Motorsportkommentatoren sind Grütze
  • Generell finde ich die meisten Renn-V8 langweilig.

    Allein die ganzen V8 GT Fahrzeuge sind einfach nur geil. Die Corvette und den Aston Martin GTE die man schon im Magen spürt wenn sie 1 - 2 Kilometer entfernt sind und dann das Beben wenn sie vorbeifahren ist genial.


    grummeln nur so ein bisschen vor sich hin (NASCAR)

    NASCAR vor sich hin grummeln? Das kommt zwar durch die Übertragungen nur so rüber, aber Live ist das eine brachiale und laute Soundwand. Ich hab es zwar noch nicht live gehört, aber von jemanden sagen lassen - der eigentlich schon fast alles Live gesehen hat - dass NASCAR vom Sound her unter den Top 5 der lautesten Rennserien gehört :D

  • Der DMSB zerstört große Teile des deutschen Motorsports

    Sowas höre ich schon desöfteren, gerade seitdem Hans-Joachim Stuck der Präsident davon ist. Mir fallen dabei nur die Geschichte am Nürburgring mit dem Tempolimit und die Disqualifikation von Ekström wegen der Wasserflasche am Norisring ein. Gibts da noch andere Beispiele?


    Werksteams sind Gift für die meisten Rennserien, meistens hinterlassen sie beim Rückzug einen riesigen Scherbenhaufen und meckern häufig in einer Tour rum.

    Sehe ich nicht zwingend so. Denn die Werke sind es auch, welche eine Rennserie (Im Idealfall) nach außen vermarkten. Dazu sind sie in der Regel einer der wenigen, die ihre Fahrer bezahlen. Dass sie nun hin und wieder meckern kommt sicherlich vor, aber jeder will nun mal den bestmöglichen Vorteil für sich haben. Wobei ich auch eher den Standpunkt vertrete, dass sie weniger meckern und mehr arbeiten sollen :]


    Die DTM und die V8 Supercars werden bis 2019 nicht mehr existieren (zumindest in der jetzigen Form).

    Bei der DTM kommt viel darauf an, dass sie endlich die Kooperation mit der Super GT vernünftig hinkriegen. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht mehr daran, dass daraus noch was wird. Wenn, dann kann sich HWA aber bei den Herstellern bedanken. Klar, er kam manchmal ein bisschen zu zögerlich rüber. Aber was soll er machen, wenn die Hersteller nicht wirklich mitziehen?


    Allein die ganzen V8 GT Fahrzeuge sind einfach nur geil. Die Corvette und den Aston Martin GTE die man schon im Magen spürt wenn sie 1 - 2 Kilometer entfernt sind und dann das Beben wenn sie vorbeifahren ist genial.


    Live ist das bestimmt noch eine andere Geschichte. Aber ich bin nun mal in erster Linie ein Fernsehfan :]


    Wobei die GT-Fahrzeuge mit ihren V8 noch zu den besseren zählen. Alleine der Ferrari macht schon was her.

  • Gibts da noch andere Beispiele?

    Ich sage nur mal das ganze Theater um die VLN, dass sehr, sehr viele kleine Privatteams lieber RCN fahren, als weiter in der VLN wie Dreck behandelt zu werden. Sieht man ja auch am 24h Rennen in der Eifel, vor 10 Jahren noch 270 Nennungen, von denen nur 230 starten durften und jetzt schafft man nicht mal mehr das Feld von 170 Autos voll weil man übertrieben hohe Antrittsgebühren verlangt, wo man z.B. mehr als 1 Saison in der Creventic 24h Series fahren kann (!) Der Teamchef von einem Team veröffentlichte die Tage die Rechnung für die Nennung von 1 Fahrzeug auf Facebook, fast 10.000 €, da der Team LKW 2 Möglichkeiten zum entladen hat.
    Weiter geht es im Rallysport mit solchen Schwachsinnsregelungen wie Tanken nur noch an öffentlichen Tankstellen und die Abschaffung der Gruppe H. etc.


    Alleine der Ferrari macht schon was her.

    Aber nur der 458. Den 488 hört man, dank des neuen Turbomotors so gut wie gar nicht mehr. :thumbdown:
    Achja da fällt mir noch ein Punkt ein:
    Turbomotoren sind Gift für guten Sound. Spontan fallen mir nur ganz wenige Rennwagen mit Turbo ein die gut klingen: Bentley Continental GT3, Renault RS01 und das war es auch schon bald...

  • Turbomotoren sind Gift für guten Sound. Spontan fallen mir nur ganz wenige Rennwagen mit Turbo ein die gut klingen: Bentley Continental GT3, Renault RS01 und das war es auch schon bald...

    Da stimme ich dir zu! Mir gefallen aus diesem Grund auch die 2-Liter-Turbos bei den Tourenwagen, also BTCC und TCR nicht so wirklich. Der 1,6l-Turbo der WTCC ist da noch eine löbliche Ausnahme, auch wenn er soundmäßig ein wenig Richtung DTM geht :D. Auch die aktuellen Formel 1-Motoren finde ich zu leise, so toll ich sie auch aus einer technologischen Sicht finde. Der für mich beste Turbomotor aller Zeiten war der 2,65l-V8 der CART-Serie. Da hat einfach alles gestimmt.


    Leider werden wir in Zukunft wohl noch mehr Turbos im Rennsport sehen, da die Automobilindustrie mehr und mehr auf Turbos umstellt. Ich finde es schade, denn ich glaube nicht, dass ein herkömmlicher Saugmotor schon am Ende des Entwicklungspotentials angekommen ist.

  • Bezüglich der Motorengeräusche in der NASCAR möchte ich mich Ferrarist anschließen. Es mag sein, dass die Motoren live unglaublich laut sind, doch es geht ja nicht nur um die Lautstärke. Dieser fürchterlich monotone, tiefe Sound der Nascar sagt mir überhaupt nicht zu. Die schwachen Drehzahlen erzeugen für meine Ohren ein leider nur sehr unattraktives Röhren.

  • Mal sehen, was ihr davon haltet: Ich glaube, dass Honda spätestens nächstes Jahr einen absolut siegfähigen Motor bauen wird. Nicht umbedingt, weil sie für das nächste Jahr eh einen komplett neuen Motor bauen wollen. Nein, ich sehe nämlich in Hondas aktuellem Formel 1-Engagement Parallelen zu den Anfängen ihres CART-Engagements: 1994 hatte man einen absolut grottigen Motor am Start. Der war so schlecht, dass Bobby Rahals Team beim Indy 500 sich extra Equipment bei Roger Penske lieh, um sich überhaupt fürs Rennen qualifizieren zu können. Doch Honda blieb trotz aller Rückschläge am Ball und konnte 1995 die ersten Rennen gewinnen. Schließlich konnte sich Chip Ganassi 1996 Hondamotoren sichern und ab da dominierte Honda die CART-Serie bis zu ihrem Ausstieg 2002. Nun glaube ich nicht, dass Honda die Formel 1 ab 2017 dominieren könnte. Aber ich würde Honda nicht abschreiben.

  • Mal sehen, was ihr davon haltet: Ich glaube, dass Honda spätestens nächstes Jahr einen absolut siegfähigen Motor bauen wird. Nicht umbedingt, weil für das nächste Jahr eh einen komplett neuen Motor bauen wollen. Nein, ich sehe nämlich in Hondas aktuellem Formel 1-Engagement Parallelen zu den Anfängen ihres CART-Engagements: 1994 hatte man einen absolut grottigen Motor am Start. Der war so schlecht, dass Bobby Rahals Team beim Indy 500 sie extra Equipment bei Roger Penske lieh, um sich überhaupt fürs Rennen qualifizieren zu können. Doch Honda blieb trotz aller Rückschläge am Ball und konnte 1995 die ersten Rennen gewinnen. Schließlich konnte sich Chip Ganassi 1996 Hondamotoren sichern und ab da dominierte Honda die CART-Serie bis zu ihrem Ausstieg 2002. Nun glaube ich nicht, dass Honda die Formel 1 ab 2017 dominieren könnte. Aber ich würde Honda nicht abschreiben.

    Ich denke Honda wird den Abstand zum Mercedes-Aggregat schrittweise verringern können, aber gewinnen werden sie mit dem aktuellen Reglement eher nicht - Chaosrennen vielleicht mal ausgenommen. Derzeit scheint es so, als sei Mercedes den anderen - Honda inklusive - immer mindestens einen Schritt voraus.

  • ich finde Oschersleben ist eine tolle strecke, das infield vom Eurospeedway mag ich auch aber nur die gp variante.


    der neue Hockenheimring ist keine schlechte strecke, wobei ich natürlich den alten kurs vermisse, aber beide kurse sollte man nicht vergleichen.

  • ich finde Oschersleben ist eine tolle strecke, das infield vom Eurospeedway mag ich auch aber nur die gp variante.


    der neue Hockenheimring ist keine schlechte strecke, wobei ich natürlich den alten kurs vermisse, aber beide kurse sollte man nicht vergleichen.

    Okay, das sind dann jetzt tatsächlich mal sehr unpopuläre Meinungen :]


    Oschersleben mag ich nicht sonderlich, weil die Strecke einfach zu winklig ist. Man hat dort versucht eine vernünftige Rennstrecke auf einer Fläche zu bauen, die gerademal ein paar Hektar groß ist. Allerdings hat sich meine Meinung über Oschersleben gebessert, seit man Turn 1 deutlich enger gemacht hat. Seitdem sind dort echte Überholmanöver möglich.


    Am Lausitzring ist meiner Meinung nach eigentlich alles schlecht: Das charakterlose Infield, das nicht befahrene Oval, die leeren Tribünen, der wüstenähnliche Standort, ... Praktisch alles ist suboptimal. Und dann auch noch die vielen Millionen öffentlicher Fördergelder, die man für diese Todgeburt ausgegeben hat und immernoch Jahr für Jahr ausgibt. Gäbe es die DTM nicht, wäre der Eurospeedway längst eine Ruine. Machen wir uns nichts vor: Der Eurospeedway ist ein Geschenk der Bundesregierung und der EU an den Osten Deutschlands, wo die Menschen nach der Wiedervereinigung stark zur Ader gelassen wurden.


    Was du über den Hockenheimring schreibst, ist an sich ganz richtigt, aber dass man beide Kurse nicht vergleichen solte, sehe ich so nicht. Gerade weil durch den Bau der neuen Strecke die alte weggefallen ist, MUSS ich beide Kurse geradezu vergleichen. Auch hier ist die Bilanz leider tiefrot.

  • ich finde Oschersleben ist eine tolle strecke, das infield vom Eurospeedway mag ich auch aber nur die gp variante.


    der neue Hockenheimring ist keine schlechte strecke, wobei ich natürlich den alten kurs vermisse, aber beide kurse sollte man nicht vergleichen.

    Oschersleben finde ich klasse, für den Zuschauer ist die Strecke genial und für Tourenwagen/GT ist die Strecke gut.


    Den ESW kann ich nicht leiden :]


    Ich mag beide Hockenheimstrecken. Klar war die alte genial, aber ich mag die neue auch. Dort kann man ganz gut überholen und für den Zuschauer ist es auch gut.

  • Okay, das sind dann jetzt tatsächlich mal sehr unpopuläre Meinungen :]
    Oschersleben mag ich nicht sonderlich, weil die Strecke einfach zu winklig ist. Man hat dort versucht eine vernünftige Rennstrecke auf einer Fläche zu bauen, die gerademal ein paar Hektar groß ist. Allerdings hat sich meine Meinung über Oschersleben gebessert, seit man Turn 1 deutlich enger gemacht hat. Seitdem sind dort echte Überholmanöver möglich.


    Am Lausitzring ist meiner Meinung nach eigentlich alles schlecht: Das charakterlose Infield, das nicht befahrene Oval, die leeren Tribünen, der wüstenähnliche Standort, ... Praktisch alles ist suboptimal. Und dann auch noch die vielen Millionen öffentlicher Fördergelder, die man für diese Todgeburt ausgegeben hat und immernoch Jahr für Jahr ausgibt. Gäbe es die DTM nicht, wäre der Eurospeedway längst eine Ruine. Machen wir uns nichts vor: Der Eurospeedway ist ein Geschenk der Bundesregierung und der EU an den Osten Deutschlands, wo die Menschen nach der Wiedervereinigung stark zur Ader gelassen wurden.


    Was du über den Hockenheimring schreibst, ist an sich ganz richtigt, aber dass man beide Kurse nicht vergleichen solte, sehe ich so nicht. Gerade weil durch den Bau der neuen Strecke die alte weggefallen ist, MUSS ich beide Kurse geradezu vergleichen. Auch hier ist die Bilanz leider tiefrot.

    ich mag oschersleben weil die streckeneführung (abgesehen von kurve 1 die für die DTM umghebaut wurde) eigentlich relativ flüssig ist, das fahren dort macht mir sehr viel spaß. ender der 90er anfang der 2000er gab es dort in der stw und dtc viele gute rennen. für den zuschauer ist die strecke ein traum da man an vielen stellen mehr als die hälfte vom kurs sehen kann.


    am eurospeedway mag ich nur das layout, welches für ein oval infield jurs auch relativ gut ist, vor allem im vergleich zu strecken in den usa wie fontana, iowa oder las vegas. beim runderherrum gebe ich dir recht.

  • Hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber hier mal meine Meinungen dazu (mal von einem Fast-Rentner) :-)


    - Nascar & V8 Supercars: hier entsteht das Interesse nicht über die Strecken und die Autos an sich - die Fahrer, Teams & Organisatoren verstehen es, die Fans für "ihren" Fahrer zu mobilisieren. Da passiert einfach sehr viel drumherum, man hat "Nice guys" und "Assholes". Für jeden ist was dabei, jeder kann mit seinem persönlichen Favoriten mitfiebern, sich freuen oder ärgern. Und Tage und Wochen über coole Manöver, harte Fights oder den verbalen Streit hinterher in diversen Foren, Zeitungen und Magazinen diskutieren bzw. lesen. Das macht die Faszination aus.
    Dazu hat man in den Nudeltöpfen teil extreme Action, Crashes, Neustarts, Windschatten usw.
    Insofern machen die alles richtig.


    Im Vergleich dazu kommt die DTM schlecht weg. Kaum überholen, Aerodynamik ist zu extrem, Autos sind viel zu labil. Dazu blasse Fahrer, die irgendwie alle sehr "political correct" sind, was sie aber auch langweilig macht. Wenn Timo Glock mal verschläft ist das schon das Höchste der Gefühle und fast schon ein Skandal.
    Und wenn dann ein Pascal Wehrlein im 2. Anlauf mit 19 DTM-Meister wird, zeigt das doch auch schon, dass man mehr Talent beim Einkaufswagen-Einfädeln aufm Lidl-Parkplatz braucht, als die DTM zu gewinnen.
    Ist zwar toll, wenn die im Qualifying alle in einer Sekunde sind, aber was nutzt uns das? Grad mal gar nix. Überholt wird trotzdem nur, wenn DRS paßt und dann auch nicht immer.


    Bernie Ecclestone war ein Glücksfall für die F1, aber er hat sie dafür auch recht stark ausgesaugt. Ich gehe davon aus, dass er es nicht ewig durchhalten wird und wer das dann in die Hand nimmt, wird ein gröberes Problem haben. Alle werden ihm dreinreden und auf die Finger klopfen.
    Er ist halt der geborene Zirkusdirektor, sowas kann man nicht lernen.


    Generell ist der Motorsport viel zu professionell geworden. Das steigert die Kosten und verringert den Unterhaltungswert. Früher hat man nicht alles überwacht, Funk gab es auch nicht wirklich und dadurch gab es auch spannende Rennen. Und das ganze kostet halt. Ohne 30 Mio Simulator braucht man nicht mehr in irgendeiner Serie anzutreten, ständig muß weiterentwickelt werden. Wenn ich höre, dass so ein geschissener Honda-WTCC-Motor im Leasing 250.000 Euro kostet (4 Zylinder mit 380PS!!!!), dann läuft da was falsch.
    Selbst die 100.000 Euro für ein TCR-Auto kann ich nicht recht nachvollziehen. Das hätte man billiger reglen können/müssen. Die Basisautos kosten 30.000 Euro, daraus ein paar PS rauskitzeln (320PS sollten reichen), Rennfahrwerk, Käfig und Kleinteile. Mehr als 60.000 Euro sollten es nicht werden. Die Autos sollte man sich als Team sogar aus nem Gebrauchtwagen basteln können (analog Renault 5 Cup 1974).


    Mein Interesse am Motorsport hat sehr nachgelassen, manch angesehens F1 oder DTM-Rennen sehe ich mittlerweile als Zeitverschwendung an. Da hätte ich coolere Sachen am Sonntag machen können.


    Ach ja - 24 Stunden-Rennen am N-Ring: 50 GT3-Rennwagen sind mal der totale Witz. Klar war es dadurch ein sehr schnelles Rennen, aber zu welchem Preis?
    Entweder Breitensport mit seriennahen Autos oder Werkssport mit reinrassigen Prototypen (was auch die GT3 sind - der Anteil der Serienteile wird wohl kleiner 10% sein).

  • Generell ist der Motorsport viel zu professionell geworden. Das steigert die Kosten und verringert den Unterhaltungswert. Früher hat man nicht alles überwacht, Funk gab es auch nicht wirklich und dadurch gab es auch spannende Rennen. Und das ganze kostet halt. Ohne 30 Mio Simulator braucht man nicht mehr in irgendeiner Serie anzutreten, ständig muß weiterentwickelt werden. Wenn ich höre, dass so ein geschissener Honda-WTCC-Motor im Leasing 250.000 Euro kostet (4 Zylinder mit 380PS!!!!), dann läuft da was falsch.
    Selbst die 100.000 Euro für ein TCR-Auto kann ich nicht recht nachvollziehen. Das hätte man billiger reglen können/müssen. Die Basisautos kosten 30.000 Euro, daraus ein paar PS rauskitzeln (320PS sollten reichen), Rennfahrwerk, Käfig und Kleinteile. Mehr als 60.000 Euro sollten es nicht werden. Die Autos sollte man sich als Team sogar aus nem Gebrauchtwagen basteln können (analog Renault 5 Cup 1974).

    Das sehe ich auch so. Der Motorsport hat sich mit seiner Professionalisierung leider zusehends als Breitensport verabschiedet und kann nunmehr nur noch von neureichen Schnöseln oder wirklichen Profis betrieben werden. Das rückt den Motorsport natürlich auch aus den Blickpunkt der meisten Menschen, die so mit Motorsport niemals etwas zu tun haben werden.