DTM Saison 2019

  • Laut Motorsport Total ist es fix, 2019 kommt der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo in die DTM. Man fand aber auch heraus, dass es möglicherweise ein Einheitsaggregat eingeführt wird! Damit möchte man verhindern, dass Performanceunterschiede wie derzeit in der Formel 1 herrschen vermieden werden.

  • Also das wäre dämlich, wenn alle drei Hersteller auf DAS Alleinstellungsmerkmal in einer Serie verzichten, die ohnehin schon mit viel zu vielen Einheitsteilen fährt. Wenn halt ein Hersteller wegen des Motors hintenherfährt, dann sollte das dessen Schuld sein und nicht irgendwie ausgelöffelt werden.


    Andererseits könnte ich mir vielleicht vorstellen, dass man mit einem Einheitsmotor auch wieder verstärkt Privatteams - zumindest jene, die es sich leisten könnten - ansprechen möchte. Quasi wie beim Standardmotor der BTCC. Fährt da nicht auch das ganze Feld mit dem Swindonmotor? Allerdings besteht auch fast das ganze Feld aus Privatteams, nicht aus Werksteams.

  • Fährt da nicht auch das ganze Feld mit dem Swindonmotor?

    Nö. Man kann auch einen eigenen Motor entwickeln, so hat das Subaruwerksteam u.a. einen Boxermotor und auch die anderen meisten Werksteam haben einen eigenen Motor. Aber man kann, wnen man sich die Kosten sparen will den Swindonmotor nehmen, der von der Serie zur Verfügung gestellt wird.

  • Nö. Man kann auch einen eigenen Motor entwickeln, so hat das Subaruwerksteam u.a. einen Boxermotor und auch die anderen meisten Werksteam haben einen eigenen Motor. Aber man kann, wnen man sich die Kosten sparen will den Swindonmotor nehmen, der von der Serie zur Verfügung gestellt wird.

    Meinte ich doch :]


    Wenn jetzt die Chassis günstiger werden, könnte ich mir schon vorstellen, dass einige gut betuchte Private in die DTM kommen. Wenn die Teile relativ günstig von der Stange zu erwerben sind, bzw. wenn die Chassisherstellung preiswert ist, warum nicht?

  • Prinzipiell ist ein 2l-Turbo cool, den hat wh fast jeder Hersteller im Programm.


    Allerdings passt der Anspruch der DTM nicht zum Einheitsmotor - selbst TCR treibt dann mehr Aufwand und hat mehr Markenidentität.


    Und irgendwie passen Mega-Aerodynamik und Mega-Hospitality nicht zu einem Einheitsmotor!!!


    Und wo soll das Problem liegen, einen konkurrenzfähigen 2l-Turbo zu bauen? Wer das nicht kann, sollte auch keine Strassenautos bauen dürfen...

  • Das 2019er Reglement nimmt Formen an.

    Kosteneffizienz:
    Die Fahrzeuge sollen günstiger werden - Serie soll für werksunterstütze Privatteams interessant werden.

    Spektakulärer Motorsport:

    Spektakulär aussehende Fahrzeuge - nicht sichtbare Aerodynamik-Anbauteile sollen reduziert werden.

    Sicherheit:
    Weiterhin Kohlefaser-Monocoque - Crash-Strukturen an Front, Heck und Seiten werden noch höheren Anforderungen unterzogen.

    Moderne Motoren:

    Vierzylinder-Turbomotor mit zwei Litern Hubraum und 600 PS - Adaption eines Hybridsystem, es gilt glaubhafte Lösungen zu finden, so dass weder teure und technisch hochkomplexe Systeme zum Einsatz kommen, noch Systeme, die aufgrund ihres hohen Batteriegewichts keinen Mehrwert bringen und die Rennfahrzeuge langsamer machen.

  • Kosteneffizienz:
    Die Fahrzeuge sollen günstiger werden - Serie soll für werksunterstütze Privatteams interessant werden.

    Da bin ich mal gespannt, wie sie das bewerkstelligen wollen. Selbst wenn man die Kosten der Autos auf GT3-Niveau deckelt, fehlt dann immer noch der unique selling point, welcher Privatteams davon überzeugt, in der DTM anzutreten. Bei der GT3 hat man halt die große, weltweite Verbreitung und die Möglichkeit, zur Not die Kosten mit einem wohlhabenderen Privatfahrer zu teilen. Will man noch billiger werden, müsste man die Autos radikal ändern. Daran glaube ich aber nicht.


    Spektakulärer Motorsport:

    Spektakulär aussehende Fahrzeuge - nicht sichtbare Aerodynamik-Anbauteile sollen reduziert werden.

    Wird uns ja seit Jahren versprochen. Am besten schreibt man gleich fest, dass das Fahrzeug oberhalb der Radnarbe vom Aussehen her dem Serienfahrzeug gleichen soll. Dann gäbe zumindest weniger Möglichkeiten, Anbauteile zu platzieren.

    Weiterhin Kohlefaser-Monocoque - Crash-Strukturen an Front, Heck und Seiten werden noch höheren Anforderungen unterzogen.

    Geht in Ordnung, auch wenn es ziemlich teuer ist. Ohne Monocoque wählen Unfälle wie der zwischen Paffett und Rockenfeller vom Norisring nicht so glimpflich ausgegangen.

    Adaption eines Hybridsystem, es gilt glaubhafte Lösungen zu finden, so dass weder teure und technisch hochkomplexe Systeme zum Einsatz kommen, noch Systeme, die aufgrund ihres hohen Batteriegewichts keinen Mehrwert bringen und die Rennfahrzeuge langsamer machen.

    Da sind wir doch schon bei der Quadratur des Kreises. Gibt es denn überhaupt schon günstige Hybridlösungen auf dem Markt? Und was will man damit bezwecken? Push-to-Pass? Spritsparen? Ansonsten dürften diese Pläne wohl ein Zugeständnis an die japanischen Hersteller, vielleicht an BMW und Audi sein.


    Wie so oft, wenn es um neue DTM-Reglements geht, hört sich alles ganz schön und gut an. Aber ich warte erstmal auf das Endergebnis, wenn wir es denn überhaupt auf der Strecke sehen.

  • Gary Paffett ist offen auch nach dem Mercedes-Ausstieg weiterhin in der DTM zu fahren, auch wenn er sich dafür einen neuen Hersteller anschließen muss.

    https://www.touringcartimes.co…dtm-another-manufacturer/

    Der soll mal in die BTCC kommen :]


    Aber im Ernst: Schön, dass es Fahrer gibt, die wirklich loyal zur DTM sind. Ich war ja durchaus ein Kritiker Paffetts, etwa weil er es nach über 10 Jahren DTM noch immer nicht geschafft hat, ein Wort Deutsch zu lernen. Und natürlich kann man über die DTM denken, was man will. Aber es ist schön, wenn es Fahrer gibt, die wirklich Bock auf die DTM haben und nicht einfach als Werksgrüßaugust nur einfach so mitfahren :thumbup:

  • Wie denn wenn das neue Reglement tatsächlich kommt und man einen komplett neuen Motor und ein neues Chassis etc. bräuchte? :P

    Müsste man wirklich ein komplett neues Chassis aufbauen? So wie ich das verstehe, reduziert man den Abtrieb der bisherigen Chassis. Der Motor könnte aber in der Tat ein Problem werden. Man wird jetzt nicht für einige Privatiers einen Motor entwickeln, wo man doch für die Verschiebung der Turbos auf 2019 verantwortlich ist. Und ob die ITR einen Motor für die Privatiers alá dem TOCA-Motor zur Verfügung stellt und ob Mercedes da mitmacht? Da bliebe allerhöchstens eine BoP zwischen den Autos mit Turbo und denen mit dem alten Motor, aber das wäre eigentlich auch sinnlos. Weil dann könnte man das auch schon fürs nächste Jahr einführen, auch wenn dadurch jetzt nicht auf einmal Lexus oder Nissan in die Serie kommen.


    Aber irgendeinen Plan B für 2019 sollte man schon in der Hinterhand haben. Aber vermutlich schicken Audi und BMW jeweils vier Turboautos ins Rennen und füllen den Rest mit Jahreswagen auf. So würde ich das momentan sehen.

  • Müsste man wirklich ein komplett neues Chassis aufbauen?

    Den Überrollkäfig und die Sicherheitszelle nicht, aber der Rest wird schon neu sein.

    Und ob die ITR einen Motor für die Privatiers alá dem TOCA-Motor zur Verfügung stellt und ob Mercedes da mitmacht?

    Nein, dass ist doch nichts für eine Premiumserie, mit der man sich weiterhin groß Propaganda bestreibt.

    Aber irgendeinen Plan B für 2019 sollte man schon in der Hinterhand haben. Aber vermutlich schicken Audi und BMW jeweils vier Turboautos ins Rennen und füllen den Rest mit Jahreswagen auf. So würde ich das momentan sehen.

    Toll dann, hat man nur noch sehr wenige siegfähige Wagen, da die neuen enorm schneller sein werden. Außerdem war jeder sehr froh, dass die 2012 weg waren und nun wieder mit diesem Krempel anfangen. Nein danke :P