DTM Saison 2019

  • Dem schließe ich mich an. Es ist eine etwas zu perfekte Wiedergutmachung dafür, dass Wittmann noch in Zolder gejammert hat, dass ihm eine von einem "Hinterbänkler" (btw wie ich finde eine extrem arrogante und charakterschwache Aussage) verursachte SC Phase das Rennen und den Sieg ruiniert hat.

    Ich würde gar so weit gehen, dass mir der Zufall ein bisschen zu groß ist, dass Wittmann alles auf eine Karte setzt und dann Eriksson sein Auto so dämlich eben genau NICHT direkt vor einer Rettungstasche parkt, was die Bergung erheblich erleichtert und das SC überflüssig gemacht hätte...

  • Jaja, die Safety Car Phasen sind schon seit Jahren bescheuert.

    Die Slow Zones, die man damals so stolz eingeführt hat, hat man bisher zwei mal oder so eingesetzt.


    Aber gut, Audi braucht sich da eigentlich nicht zu beschweren, die haben von diesem Show-Element auch schon desöfteren profitiert (z.B. am Samstag beim Finalwochenende 2018, wo Paffett durch das SC einen sicheren zweiten Platz oder sogar die Chance auf den Sieg verlor und Rast dadurch im Titelkampf besser positioniert war).

  • Punkt eins: Safety Car sollte nur bei krassen Unfällen raus, wenn wirklich Trümmer auf der Strasse sind oder eine echte Bergung stattfindet. Da fahren ja nur echte Profis und die sollten gelbe Flaggen richtig deuten und befolgen können.


    Dass die Rennleitung da BMW geholfen hat, glaube ich nicht, eher tendiere ich dazu, dass man eben vergleichbare Situationen schaffen will, und nicht mal so und mal so arbeitet.


    Falls das BMW so eingefädelt hat und auch sicher war, dass so ein Crashgate aufgeht und nicht rauskommt, dann haben se trotzdem verdient gewonnen...muss man auch richtig hinkriegen, so ein Szenario.

    Bei Audi sollte man mal die Füsse stillhalten, ist ja jetzt nicht so, dass die noch ein Rennen via Safetycar zur rechten Zeit gewonnen haben...

  • Das hat man bei Bianchi auch gesagt und was passiert ist wissen wir alle... und seitdem drehen die meisten Serien ja erst komplett mit den Safety Cars durch.

    Naja gut, da kam aber auch noch extremer Regen dazu, da ist dann ein Safety Car schon besser. Hat da ja aber auch nix genutzt...

    Und Regen gabs jetzt in Misano auch net wirklich heute...zumindest hat man ihn vor Hitze nicht gesehen...

  • Klar, aber trotzdem fährt man dann nicht mit über 200 km/h durch einen gelben Sektor.

    Aber nun gut, dass ist ein anderes Thema.

    When desaster strikes...


    Ich bin generell kein grosser Fan davon, dass Strategie die Rennen so arg beeinflusst.

    Und ich kann auchnicht wirklich begründen, wieso man vom 18. Platz gewinnen kann, selbst wenn die Konkurrenz eigentlich besser ist - das zeigt nur bedingt die Qualität von Fahrer und Material.


    Aber Rast hat so dieses Jahr auch schon mal gewonnen, von daher sollte man zumindest öffentlich keine Kritik äussern...

    Aber natürlich sollte das dazu führen, dass man solche Spielchen irgendwie abschafft...

  • Rast, Frijns, Aberdein, Müller, Fittipaldi. Bester BMW mit Marco Wittmann auf P6. So die die Positionen im Sonntagsquali in Misano.

    Mal sehen, wie Rene heute wieder betrogen wird. ^^ Besser er fährt gleich nach 1-2 Runden schonmal zum Stop.


    Ja, sicher, beide (Rast & Wittmann) haben in dieser Saison durch SC gewonnen oder verloren.

    Im Prinzip kann man ja Teamintern solche Szenarien im Briefing vorab Absprechen, das man einen Fahrer opfert, welcher "ausfallen" soll

    und der Pilot der gewinnen soll fährt entsprechend vorher an die Box. X/

    Gut, Gestern war die Entscheidung eine SC Phase auszurufen unglücklich. Von daher hatte Wittmann sein Glück.

    Die Rennleitung hätte hier einfach auf Slow setzen sollen. Grotesk ist das allemal.

  • Punkt eins: Safety Car sollte nur bei krassen Unfällen raus, wenn wirklich Trümmer auf der Strasse sind oder eine echte Bergung stattfindet. Da fahren ja nur echte Profis und die sollten gelbe Flaggen richtig deuten und befolgen können.

    Wenn die das richtig deuten könnten, würde es nicht zu dieses Safety-Car-Phasen kommen.

    Sieht man ja schon daran, wie oft es zu "Revanchen" auf der Strecke kommt.

    Es gibt 10 Gruppen von Menschen: Die, die Binärcode verstehen und die, die ihn nicht verstehen...beer ...!

  • Wie schon gesagt, wenn man das ohne Boxenfunk schon vorher so genial absprechen kann und das klappt dann auch noch so, dann ist das schon grosses Kino!!!

    Und das mit dem Safety Car ist halt auch so gedacht als Show-Element, man möchte damit das Feld immer wieder enger zusammenführen...

  • Nachdem Sat.1 in Hockenheim an beiden Tagen noch gut 800.000 Zuschauer angelockt hat, ist man sowohl in Zolder, als auch in Misano auf gerade einmal 500.000 abgestürzt. Da fragt man sich schon nach den Gründen. Fehlt Mercedes doch zu sehr? Hat man die Zuschauer eher mit den Turboautos abgeschreckt? Oder befürchtet die Mehrheit einen reinen Zweikampf zwischen BMW und Audi und hat deswegen abgeschaltet? Letzteres könnte ich durchaus für möglich halten. Die DTM sollte aufpassen, dass man nicht wieder in den Blödsinn aus dem Zeitraum 2006-2011 verfällt, wo sich Mercedes und Audi wahrlich ein Duell geliefert haben. Ein Duell, wo Hinterbänkler beider Hersteller munter führende des anderen Herstellers abgeschossen haben, wo alle Markenkollegen fröhlich den bestplatzierten der Meisterschaft vorbeigewunken haben und wo die Sportchefs manchmal eher damit beschäftigt waren, den jeweils anderen verbal eine mitzugeben. Das zweite Rennen in Misano hat da durchaus anzeichen geliefert: Der Abschuss von Wittmann, der von einem "übermotivierten" Audi-Fahrer abgeschossen wurde, dann wie Rene Rast von Frijns und Müller durchgewunken wurde. Dazu noch das Gemecker über Wittmanns Sieg vom Samstag, der aufgrund der Safety Car-Regel sicher ein Geschmäckle hatte, aber am Ende doch fair und sportlich ausgefahren wurde.


    Da kann man nur hoffen, dass Aston Martin schnell aufholt oder ein vierter Hersteller kommt, der eher vorne mitmischen kann. Zudem läuft dieses Jahr der Fernsehvertrag mit Sat.1 aus. Die DTM befindet sich zwar auf dem Sendeschnitt von Sat.1, aber ich weiß nicht, ob sich die Übertragungen für die trotzdem rechnen. Vor allem, wenn man mit der xten Wiederholung von Auf Streife die gleichen Werbeeinnahmen erzielt, die Kosten aber viel geringer sind. Und doch überrascht es auch, dass Sat.1 entweder nicht mehr aus der DTM rausholen kann oder möchte. Die NFL hat man innerhalb weniger Jahre auch relativ groß rausgebracht in Deutschland. Sicher klappt das bei der DTM nicht von jetzt auf gleich. Aber möglich sollte es an und für sich schon sein.

  • Ich denke mal, dass das auch am fortschreitenden Sommer liegt...Hockenheim war ja fastnoch frostig, da kann man sich gut am TV Autorennen ansehen.

    Vielleicht wollten viele auch sehen, ob das noch was taugt ohne Mercedes.


    Ich glaube nicht, dass man das an Fahrweisen, Taktiken etc. fest machen kann.

    Allenfalls am Fehlen von echten Stars, die man auch außerhalb von Insider-Foren kennt...

  • Nachdem Sat.1 in Hockenheim an beiden Tagen noch gut 800.000 Zuschauer angelockt hat, ist man sowohl in Zolder, als auch in Misano auf gerade einmal 500.000 abgestürzt. Da fragt man sich schon nach den Gründen. Fehlt Mercedes doch zu sehr? Hat man die Zuschauer eher mit den Turboautos abgeschreckt? Oder befürchtet die Mehrheit einen reinen Zweikampf zwischen BMW und Audi und hat deswegen abgeschaltet? Letzteres könnte ich durchaus für möglich halten. Die DTM sollte aufpassen, dass man nicht wieder in den Blödsinn aus dem Zeitraum 2006-2011 verfällt, wo sich Mercedes und Audi wahrlich ein Duell geliefert haben. Ein Duell, wo Hinterbänkler beider Hersteller munter führende des anderen Herstellers abgeschossen haben, wo alle Markenkollegen fröhlich den bestplatzierten der Meisterschaft vorbeigewunken haben und wo die Sportchefs manchmal eher damit beschäftigt waren, den jeweils anderen verbal eine mitzugeben. Das zweite Rennen in Misano hat da durchaus anzeichen geliefert: Der Abschuss von Wittmann, der von einem "übermotivierten" Audi-Fahrer abgeschossen wurde, dann wie Rene Rast von Frijns und Müller durchgewunken wurde. Dazu noch das Gemecker über Wittmanns Sieg vom Samstag, der aufgrund der Safety Car-Regel sicher ein Geschmäckle hatte, aber am Ende doch fair und sportlich ausgefahren wurde.

    Ich denke, das ist eine Mischung aus einem schleichenden Prozess und aktuellen Entwicklungen.


    Aston Martin ist sicher kein Ersatz für Mercedes. Aston ist weder ein deutscher Hersteller, noch hat er ein Tourenwagen-Image. Mit der Marke kann sich ein gewöhnlicher deutscher Fan / TV-Zuseher kaum identifizieren.


    Abgesehen davon ist ja bekanntlich kein Aston-Martin-Werkseinsatz, sondern privater Einsatz mit Lizenz zur Namensnutzung. Was sich auch bei den Ticketverkäufen niederschlägt, ein Autohändler kann da keinen Hersteller ersetzen. Wobei das nicht zum Thema gehört, wäre nicht anders, wenn es ein echter Werkseinsatz wäre. Auch ein japanischer Hersteller wird die DTM in Deutschland zumindest kaum populärer machen. Da müsste Mercedes, Opel oder vielleicht Ford kommen.


    Weiterhin bezweifle ich, dass sich die DTM mit den sogenannten Promi-Gaststartern einen Gefallen tut, indem man die gesamte Berichterstattung darauf ausrichtet. Das schadet meines Erachtens mehr, als es bringt. Erst recht, wenn der Gaststarter in Deutschland der allgemeinen Öffentlichkeit ebenso unbekannt ist wie praktisch alle DTM-Fahrer, aber dafür schneller ist als alle Fahrzeuge von Aston Martin.

    Ist aber auch eine Folge dessen, dass die DTM-Stars heute perfekte Markenbotschafter sind und keine Rennfahrertypen mit Ecken und Kanten. Und die perfekten Markenbotschafter sind langweilig und will niemand sehen. (Das Thema ist aber vor 15-20 Jahren verbockt worden, heute ist nur das Ergebnis) Darum glaubt man, dieses Problem mit prominenten Gaststartern lösen zu können.


    Ansonsten bin ich immer der Ansicht, dass man den Zuschauer nicht für dumm verkaufen sollte. Themen wie die früheren völlig übertriebenen Pressemeldungen, Track-Limits, Überregulierung, Stallregie, künstliche Überholhilfen sind alles Dinge, die registriert werden, vielleicht sogar auf den ersten Blick attraktiv sind, aber im Endeffekt den Sport eher ad absurdum führen. Damit verliert man schleichend über die Jahre mehr Fans und Zuseher, als man neue hinzugewinnt. Wobei in dem Bereich die DTM m. E. auf einem guten Weg ist, da hat sich seit zwei Jahren einiges zum Positiven gewandelt.


    Mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

  • Aston Martin hat halt auch keine nachhaltige Fanbase, wie das vielleicht Opel hätte. Gibt einfach zuwenig Autos, und ob deren Besitzer jetzt in Hockenheim auf der Tribüne sitzen wollen oder bei Sat1 vorm TV.....?????
    Genaugenommen ist BMW und Audi auch kein echter Markt-Gegner für Aston Martin - und von den Japanern bleibt grad mal so Lexus als Konkurrenz übrig.


    Dazu kommt, wie Gendebien schon sagte, dass die Fahrer zwar echtes Talent, aber kaum Charisma besitzen (dürfen). Eigentlich sollen ja die Autos die Stars sein, deswegen hat man die Fahrer-Persönlichkeiten weg-designt...


    Wie schon gesagt, es geht einiges in die richtige Richtung, aber alles was an Fanbase weggegangen ist, holt man nicht mehr so einfach zurück. Bzw. muß man mehr Energie dafür einsetzen, sie zurückzuholen als sie wegzubekommen....