NASCAR Cup Series Saison 2021

    • Offizieller Beitrag

    Kyle Busch absolviert vor der nächsten Saison ein Sensibilisierungstraining,

    da er nach dem Martinsville-Rennen beim Interview ein R-Wort benutzt hat ^^


    Kyle Busch to be required to complete sensitivity training - Jayski's NASCAR Silly Season Site


    Frübel gerade über das Wort nach, aber mir fällt da gerade nichts ein.

    • Offizieller Beitrag

    So ganz verstehe ich die Amis nicht.


    Revanche-Fouls und Prügeleien sind erlaubt, aber bei einem einzelnen Wort drehen die so durch.


    Naja, auf der anderen Seite geben sie sich ja auch prüde wie sonst keiner,

    auf der anderen Seite haben sie die grösste Porno-Industrie der Welt 8)

  • So ganz verstehe ich die Amis nicht.


    Revanche-Fouls und Prügeleien sind erlaubt, aber bei einem einzelnen Wort drehen die so durch.

    Es ist ja nicht so, als wäre unsere Gesellschaft hierzulande derzeit nicht genauso dünnhäutig, widersprüchlich und klöterig.


    Aber was darf man denn nun eigentlich genau unter diesem sogenannten "R-Wort" verstehen? Bei all den inzwischen angeblich verbotenen, nur noch umschriebenen Wörtern, deren Aussprache man sich mittlerweile selbst in Zitationen nicht mehr traut, habe ich - wie wohl praktisch jeder - längst den Überblick verloren. Also worum handelt es sich bei diesem "R-Wort"?

  • Ahja, dankeschön für die Aufklärung!


    Ich werde dann schonmal ein Wörterbuch in Auftrag geben: politisch korrekt - Deutsch, Deutsch - politisch korrekt

    :]

    Also sicher bin ich auch nicht, aber das wäre zumindest meine Erklärung. "Freaking retard" könnte passen.

    Ob das wirklich ein Wort ist, dass man nie verwenden sollte, ist eine andere Frage. Beim N-Wort ist es mir klar und nachvollziehbar.


    Generell bin ich selbst hin- und hergerissen, was ich davon halten soll. Manchmal denke ich selbst schon, dass man manche Worte nicht benutzen sollte, weil sie eigentlich nicht negativ sind, aber manche Leute verletzen finden können. Zumindest nicht so öffentlich, wie das hier der Fall war.

    Andererseits ist natürlich so eine "Empfindlichkeit" eher auch eine Zielscheibe für weiteren "Spott".


    Aber das ist halt ein abendfüllendes Thema, ohne wirkliche Lösung....


    Und dass die USA fast immer mit zweierlei Mass messen, ist ja bekannt:


    - Dieselskandal VW vs. Dieselabgase am Pickup

    - Pornoindustrie vs. Prüderie
    - lieber schießen als beleidigen

  • Das geht mir selbst ja ganz genauso. Ich finde Beleidigungen anderer Menschen ebenfalls nicht schön. Gut, die Gesellschaft mag da in letzter Zeit vielleicht auch ein bisschen überempfindlich geworden sein, doch für mich ist das irgendwo okay. Jeder soll schließlich für sich selbst entscheiden, wann er etwas als beleidigend empfindet und wann nicht.


    Womit ich aber überhaupt nicht einverstanden bin, ist dass Menschen für von ihnen Gesagtes kritisiert werden - ob zu Recht oder nicht, sei dahingestellt - ohne, dass das ursprünglich Gesagte überhaupt irgendwo noch in Presseberichten wiederzufinden ist. Dort ist dann lediglich noch vom "N-Wort", "R-Wort", "Z-Wort" oder gar nur noch von z.B. "antisemitischen Äußerungen" die Rede, welche jemand getätigt haben soll.


    Durch die fehlende Zitation des O-Tons wird den Menschen aber die Gelegenheit genommen, sich selbst ein Bild davon zu machen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Welche Möglichkeit habe ich denn dann noch, als einfach zu glauben, dass die Äußerung wohl irgendwie antisemitisch gewesen sein muss, oder zu raten, um welches Wort es sich nun genau gehandelt haben möge?! Das ist aus meiner Sicht für die öffentliche Debatte höchstschädlich und für unsere angeblich so aufgeklärte Gesellschaft mit vermeintlich kaum noch vorhandenen Tabus leider ein weiterer Rückschritt.


    Gut, nun kann man sicher sagen: "Wo ist denn das Problem? Wenn die Medien schreiben, jemand habe einen anderen schwer beleidigt, dann wird das schon stimmen. Wozu braucht es da noch den O-Ton, bzw. wozu müssen die Beleidigungen nochmal wiederholt werden?"

    Das ist natürlich ein ernstzunehmender Einwurf, zugegeben. Doch wenn die Menschen tatsächlich alles glauben sollen, was irgendwo berichtet wird, sich keine eigene und differenzierte Meinung mehr bilden können, z.B. auch keine Abstufungen mehr vornehmen können, dann schafft man damit eine übergeordnete Instanz, welche mit einem absolutistischen Anspruch über "wahr" und "unwahr" entscheiden kann. Ob man diese Instanz dann "Medien", "Ministerium der Wahrheit", "Propagandaministerium" oder wie auch immer nennt, ist dann wohl nur noch eine Frage der eigenen politischen Zugehörigkeit. Gerade wir in Deutschland haben mit so einem System sehr schlechte Erfahrungen machen müssen, weshalb ich nach wie vor ein strikter Verfechter echter Meinungsfreiheit bin.


    Derartige Denk- und Redeverbote, wie sie derzeit z.B. in der "akademisierten Großstadtblase" (O-Ton: Sahra Wagenknecht) zu bestehen scheinen, werde ich für mich jedenfalls immer ablehnen.

    • Offizieller Beitrag

    GusGasfuss Du warst schon nahe dran. Er hat "fricking retarded" gesagt:


    What is the R word in racing? Kyle Busch apology tweet explained
    Kyle Busch tweeted an apology yesterday for using what many have called “the r-word”. What does the r-word mean in NASCAR racing, and how have fans reacted?
    www.thefocus.news


    Zitat

    Was bedeutet das r-Wort?

    Aktivisten kämpfen seit Jahren dafür, den gelegentlichen Gebrauch des Wortes "das R-Wort" zu beenden.

    Das R-Wort ist ein abwertender Sammelbegriff für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein Special Olympics (SO) Leitartikel darüber beschreibt das Wort als eine Form der Hassrede.

    Während der Ausdruck "geistige Behinderung" einst ein akzeptierter medizinischer Begriff war, hat er sich seitdem zu einer Verunglimpfung verflüchtigt. Es ist eine Form von Mobbing, schreibt SO.

  • GusGasfuss Du warst schon nahe dran. Er hat "fricking retarded" gesagt:


    https://www.thefocus.news/spor…-is-the-r-word-in-racing/

    "freaking" stand im Ursprungsartikel, "fricking" kenne ich nicht :)


    "Behindert" als Schimpfwort/Beleidigung ist tatsächlich nicht schön, denn diese Menschen können ja auch nix dafür. Dann lieber die anderen "Idioten" schimpfen, wenn sich dann die Idioten drüber aufregen, dann triffts wenigstens die richtigen....


    @M.Nissen: stimme Dir völlig zu, so eine Berichterstattung ist tatsächlich total sinnlos und verfälschend. Dann lieber das Kind beim Namen nennen und im Nebensatz erklären, warum das nicht schön ist. Kann ja sein, dass das so mancher nicht versteht.


    Wir wollen halt immer total politisch korrekt sein und dann passiert sowas.

    Schlimm finde ich so Dinge wie Zigeunersoße oder das mit den Mohren. 99% der Leute haben sich gar keine "schlechten" Gedanken über diese Worte gemacht, denn der Kontext war ja positiv (Zigeunersoße ist ja lecker, und Mohrenbräu etc. kann ja durchaus lecker Bier brauen). Jetzt durch die Diskussion wird es erst vielfach negativ belegt.