DTM Saison 2022

  • Sportlich coole Sache für die DTM. Allerdings nach Norisring und dem Hinweis, dass alle vier Autos von Grasser werksunterstützt sind, hat sich das Thema Privatteams bei der DTM erledigt. Wenn ein Hersteller nicht mindestens vier Autos bringt, über die er bestimmen kann, ist man chancenlos.


    Ich befürchte, es wird 2022 wieder sein wie immer in der DTM seit 1993: Das erste Wochenende ist freies fahren, ab dem zweiten Wochenende fahren alle Fahrer einer Marke nur noch für den am besten platzierten..,

    • Offizieller Beitrag

    Sportlich coole Sache für die DTM. Allerdings nach Norisring und dem Hinweis, dass alle vier Autos von Grasser werksunterstützt sind, hat sich das Thema Privatteams bei der DTM erledigt. Wenn ein Hersteller nicht mindestens vier Autos bringt, über die er bestimmen kann, ist man chancenlos.

    Das ist ja dann auch ziemlich exakt der Grund, warum JP mit seinen McLaren lieber was anderes macht

  • Boah, 4 Lambos ist mal ne Ansage. Krass!


    Gut für die DTM, aber die Haken an der Sache sind schon groß. Sehr bitter für das GT Masters und echte Privatteams werden die DTM wohl auch in Zukunft meiden.

  • Das ist ja dann auch ziemlich exakt der Grund, warum JP mit seinen McLaren lieber was anderes macht

    Wobei ich bei denen aber auch nicht dran denke, dass die um die Meisterschaft fahren könnten....


    Wenn jetzt alle Hersteller min. 4 Autos finanzieren, und zumindest die bisherigen Hersteller dabei bleiben (selbst ohne Ferrari) hat Berger ein Top-Starterfeld - 4 Lambos, 4 Audis, 4 Mercedes, 4 BMW, dazu paar Solo-Künstler. Also min. 20 Autos würde ich schätzen. Und die Hobby-Teams bzw. -Fahrer wollte er ja eigentlich eh nicht.


    Hersteller bzw. Teamwertung könnte man deckeln, indem nur jeweils die besten 2 Autos des Herstellers/Teams Punkte bekommen.


    Für die Stallregie muß man sich vielleicht noch was ausdenken, aber ich denke, dass man auch immer in der Lage sein muß, erstmal Stallregie zu machen. Nur zahlenmäßige Übermacht bringt nix, wenn die Konkurrenz vor einem fährt...


    Beim Finale 21 hab ich mir gedacht:

    - gewinnt Lawson (in Schleichfahrt) würden alle über die "böse" BoP schimpfen, Bevorteilung RedBull, etc.

    - gewinnt vdL trotz Rammstoß gegen Lawson wäre das Geschrei riesig, von wegen "unfair"

    - setzen sich alle anderen Spitzenreiter in die Nesseln, und Mercedes nutzt das aus, ist es wieder auch nicht recht.

    Bei fast allen Rennserien gewinnt immer der, der die besten Voraussetzungen geschaffen hat - die besten Fahrer, die besten Autos, die besten Teams, am Ende das meiste Geld. Damit müssen wir wohl leben. Wer Millionen dafür ausgibt, will sich nicht auf Glück & Zufall verlassen.

  • Ist denn eigentlich bekannt, warum sich die Hersteller aktuell so sehr für die DTM interessieren, bzw. gibt es hierüber Mutmaßungen? Vielleicht sind ja für die Zukunft Dinge absehbar, welche die DTM stark nach vorne bringen könnten.


    Ein starkes Publikumsinteresse an der DTM kann aus meiner Sicht jedenfalls kaum der Grund für die hohen Aktivitäten der Hersteller in der DTM sein. Im Gegenteil: Zumindest in der Saison 2021 fuhr man mit Abstand unter so niedrigen Zuschauerzahlen, wie noch nie. Natürlich sind die Zahlen in der ADAC GT Masters auch nicht besser, aber ich schätze den Einsatz von Autos dort dann doch ein gutes Stück billiger ein als in der DTM, zumal eine Teilnahme an der GT Masters wohl auch aus sportlicher Sicht attraktiver wäre als in der DTM.

  • Ist denn eigentlich bekannt, warum sich die Hersteller aktuell so sehr für die DTM interessieren, bzw. gibt es hierüber Mutmaßungen? Vielleicht sind ja für die Zukunft Dinge absehbar, welche die DTM stark nach vorne bringen könnten.


    Ein starkes Publikumsinteresse an der DTM kann aus meiner Sicht jedenfalls kaum der Grund für die hohen Aktivitäten der Hersteller in der DTM sein. Im Gegenteil: Zumindest in der Saison 2021 fuhr man mit Abstand unter so niedrigen Zuschauerzahlen, wie noch nie. Natürlich sind die Zahlen in der ADAC GT Masters auch nicht besser, aber ich schätze den Einsatz von Autos dort dann doch ein gutes Stück billiger ein als in der DTM, zumal eine Teilnahme an der GT Masters wohl auch aus sportlicher Sicht attraktiver wäre als in der DTM.

    Naja, die DTM scheint sich ja immer mehr zu einer internationalen Rennserie zu entwickeln, eben mit dem Kernmarkt Deutschland und mit Rennen in Portugal oder England, wodurch die DTM "fast" schon zu einer gesamteuropäischen Meisterschaft wird. Durch die deutlich höhere Reichweite im Vergleich zu anderen GT3 Rennserien wie der GT World Challenge oder dem GT Masters (GT Masters hatte meist nur 1/5 der DTM Reichweiten von Sat 1!) dürfte es auch deutlich leichter zu sein Sponsoren zu finden, teilweise auch nur mit einem einzigen Hauptsponsor auf den Fahrzeugen wie Rowe, Rokkit oder Schäffler. Dazu wird der Plattform auch journalistisch vor Ort im Fahrerlager und auf den Tribünen mehr verfolgt. Die Gründe liegen da meines Erachtens auch auf der Hand und die ADAC Plattform würde ich da trotz mehr Rennserien als deutlich kleiner sehen, was sich auf Dauer auch auf die dortigen Starterzahlen auswirken wird.

  • Ist denn eigentlich bekannt, warum sich die Hersteller aktuell so sehr für die DTM interessieren, bzw. gibt es hierüber Mutmaßungen? Vielleicht sind ja für die Zukunft Dinge absehbar, welche die DTM stark nach vorne bringen könnten.


    Ein starkes Publikumsinteresse an der DTM kann aus meiner Sicht jedenfalls kaum der Grund für die hohen Aktivitäten der Hersteller in der DTM sein. Im Gegenteil: Zumindest in der Saison 2021 fuhr man mit Abstand unter so niedrigen Zuschauerzahlen, wie noch nie. Natürlich sind die Zahlen in der ADAC GT Masters auch nicht besser, aber ich schätze den Einsatz von Autos dort dann doch ein gutes Stück billiger ein als in der DTM, zumal eine Teilnahme an der GT Masters wohl auch aus sportlicher Sicht attraktiver wäre als in der DTM.

    Der Markenname DTM wurde, von der Unterbrechung 1997-1999 abgesehen, über mehr als 30 Jahre mit vielen Millionen Mark und Euro jährlich in die Höhe geschossen. Und auch wenn er sich, wie die Quoten und Zuschauerzahlen, derzeit im freien Fall befindet, so hat er noch immer einen hohen Bekanntheitsgrad.


    Und da von den beteiligten Herstellern niemand was neues entwickeln muss, sondern alles im Regal steht, ist es niemals so günstig gewesen, sich mit diesem Markennamen zu schmücken...

  • "Lamborghini wins DTM" wird international leichter zu vermarkten sein, als "Lamborghini wins GT Masters". Allein schon die Verortung wird da schwieriger, bzw. muß erklärt werden (für Nicht-Insider zumindest".


    Der Name "DTM" ist mittlerweile weltweit sehr bekannt, selbst in USA spricht man von "DTM-Exhaust" etc. (auch wenn das natürlich wenig mit den Motorsportteilen zu tun hat...).

    Dazu kommt natürlich, dass selbst 2021 namhafte Fahrer angetreten sind, und man natürlich gerne 2022 gegen Ex-DTM-Meister wie Rast antreten würde, und bestenfalls diese schlagen möchte. Und es wollen ja noch viele andere, international bekanntere Namen teilnehmen.


    Nix gegen die GT Masters Sieger, aber Feller & Mies muß man jedem erklären, da werden sicher auch Halb-Insider sich fragen, wer das ist...

  • Ja, okay, das ergibt in Bezug auf die meisten Hersteller natürlich mitunter Sinn.


    Aber erreicht insbesondere Lamborghini in der DTM denn wirklich das Klientel, welches die Italiener gerne erreichen möchten? Bei BMW&co. mag es ja so sein, dass man auch unter den normalen DTM-Fans ordentlich Werbung für seine Produkte machen kann. Nun zielt Lamborghini ja aber eher auf eine gutbetuchte und zudem häufig im Amateur- bis semi-professionellen Motorsport aktive Käuferschicht. Nun kann ich mich natürlich täuschen, aber ich hatte bisher immer eher den Eindruck, dass sich eben diese Kreise schon seit Jahrzehnten überwiegend in "echten" GT-Rennserien tummeln. Diese Motorsport-Enthusiasten haben die Hersteller-dominierte DTM doch immer eher belächelt (um nicht zu sagen: verachtet). Allein der Name "Tourenwagen", mit dem die DTM nunmal untrennbar verbunden ist, dürfte unter Lamborghini-Kunden doch bereits hochklappende Fußnägel verursachen.


    Klar, die DTM ist zwar bekannt, aber eben für einen Bereich, für den vor allem Lamborghini eigentlich nicht steht - und meiner Meinung nach auch nicht stehen sollte.

  • Die meisten Lambofahrer haben überhaupt nix mit Motorsport am Hut. Aber diese Leute hast einfach per se am Start, weil sie eben die Außenwirkung des Autos mögen bzw. brauchen.

    Interessant können ja nur neue Käuferschichten sein, die man dann eben zur DTM einladen könnte. Und so weit weg von manchen Mercedes/Audi/BMW-Preisen sind ja die Lambos auch nicht.


    In den VIP-Zelten der ehemaligen DTM (vor 2021) hast ja auch eher die RS6/M5/E63-Fahrer angetroffen, weniger die mit A3/120i oder A-Klasse.


    Vielleicht ist es aber auch am wichtigsten, wenn man dem hinterletzten asiatischen Herrenfahrer berichten kann, dass man mit diesem GT3-Auto die DTM gewinnen kann - das wird er eher kennen als die anderen (weitgehend europäischen) GT3-Rennserien.


    Man könnte in diesem Zuge natürlich auch gleich fragen, ob Motorsport tatsächlich noch irgendein Auto konkret verkauft (wie früher "win on sunday, sell on monday"). Oder ob es nur noch um Image geht, und die Sportabteilungen händeringend nach allgemein bekannten Rennserien suchen, wo der eigene Sieg nicht total versandet...


    So langsam schlägt es ja ein bißchen um...kommt nichtmehr auf die Autoperformance an, sondern ob das Smartphone perfekt integriert werden kann oder ob das Auto selbstständig einparken oder gar fahren kann...

  • Die meisten Lambofahrer haben überhaupt nix mit Motorsport am Hut. Aber diese Leute hast einfach per se am Start, weil sie eben die Außenwirkung des Autos mögen bzw. brauchen.

    Gut, es mag ja sein, dass die meisten Lambo-Fahrer nicht selbst im Motorsport aktiv sind, doch ich glaube zumindest ein gewisses Zuschauer-Interesse/eine Motortsport-Affinität haben viele dann doch, da man sich in der Regel zumindest für schnelle Autos interessiert.


    Was die Außenwirkung für die Labo-Kunden angeht, mag auch das sicher richtig sein, aber ich bezweifle nunmal, dass sich die Außenwirkung wirklich verbessert, wenn man gegen Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes antritt - und mitunter auch verliert. Dann ist das mit dem guten Image ganz schnell dahin.


    Und so weit weg von manchen Mercedes/Audi/BMW-Preisen sind ja die Lambos auch nicht.

    Dass die Spitzenpreise der genannten Hersteller nicht allzu weit weg von den Einsteigerpreisen von Lambo sind, ist wohl richtg (Bitte jetzt keine exotsichen Beispiele; Ausnahmen bestätigen die Regel). Betrachtet man die hingegen die aus meiner Sicht viel realistischeren Durchschnittspreise sieht man aber vermutlich doch einen sehr großen Unterschied. Und das erklärt natürlich auch den absolut gewaltigen Unterschiede beim Image der genannten Hersteller. Eine andere Erklärung fiele mir jedenfalls nicht ein. Und auch die unterschiedlichen Käuferschichten sind ja absolut augenfällig. In meinem Ort fährt jedenfalls niemand Lambo - im Gegensatz zu Mercedes, Audi und BMW. Und ob sich die typischen Lambo-Kunden da wirklich eine Gleichstellung mit eher rang-niederen Herstellern wünschen, möchte ich nunmal bezweifeln.

    Vielleicht ist es aber auch am wichtigsten, wenn man dem hinterletzten asiatischen Herrenfahrer berichten kann, dass man mit diesem GT3-Auto die DTM gewinnen kann

    Dass man grundsätzlich vielleicht in der Lage ist, einzelne Rennen zu gewinnen, kann schon sein. Aber im Endeffekt wird es wohl am realistischsten sein, dass einer der größeren Hersteller mit mehr Marketing-Budget und damit auch mehr Einfluss auf das Regelwerk die Rennserie gewinnt. Die Problematik der Hersteller-Dominierung in der DTM ist ja hinlänglich bekannt und wird derzeit leidvoll schon wieder massiv hochgefahren. Und ob es dem "hinterletzten asiatischen Herrenfahrer" das wirklich gefällt, wenn am Ende ein ihm völlig unbekannter Hersteller namens z.B. Audi das Rennen gemacht hat und bei Google erfährt, dass dieser überwiegend Mittelklassewagen herstellt...? Man weiß es nicht.


    Nun gut, ich denke man kann dieses Thema lange hin- und herdiskutieren und ich schätze, das ist in der Marketing-Abteilung von Lamborghini auch geschehen. Am Ende muss jeder Hersteller selbst wissen, was er sich da antut. Aus meiner Sicht haben sich die Italiener jedenfalls falsch entschieden. Ich bin der Meinung: Ein exklusiver Hersteller braucht auch eine exklusive Rennserie und keine DTM für die Hanses und Franzes dieser Welt.

  • Ja aber in der DTM fahren doch jetzt die gleichen Autos wie in den anderen GT3-Serien???? Ich mein, aktuell vielleicht noch kein Aston Martin und ob Ferrari bleibt, ist auch nicht klar.

    Aber auch die GT-Masters kann derzeit keinen Ferrari vorzeigen und erst ab nächstes Jahr vielleicht dauerhaft einen Aston. Und McLaren war jetzt auch nur in der DTM (wenn auch eher nicht so prominent dabei). Mehr "Premium" geht doch gar nicht.

    Zumindest fährt kein Opel oder Kia mit.


    Sonst müssen sie echt nur Lambo Trofeo fahren, aber das hat quasi 0 Außenwirkung. Dann bleiben sie aber unter sich.


    Mit dem asiatischen Herrenfahrer meinte ich jetzt nicht einen total weltfremden Dschungelbewohner, sondern halt einen reichen Geschäftsmann, der gerne in der örtlichen GT-Meisterschaft starten möchte und eben genug Kohle mitbringt, um sich das Auto auszusuchen, dass ihm am meisten Gewinnchance bieten kann. Dann kann ein DTM-Sieg/Titel viel wert sein für den GT3-Verkauf.

    Bin mir sicher, dass die meisten Lambofahrer/-fans durchaus einen Audi R8 oder Mercedes AMG GT-R kennen. Oder sogar manchmal gut finden. R8 ist ja quasi ein Lambo in Verkleidung....


    Müßte man mal die Hersteller fragen, welchen Zweck ihre GT3-Aktivitäten haben. Ob sie das ganze Kundensport-Programm nur als Werbung für die Straßenautos/Marke oder tatsächlich als Profit-Center (also es trägt sich selbst, oder erwirtschaftet sogar Gewinn) gedacht ist.

  • Lamborghini fokussiert sich 2022 voll auf die 4 Autos von Grasser, T3 Motorsport erhält - vollkommen überraschend, auch für das Team selbst - keinen Support mehr.


    T3 will trotzdem weiterhin in der DTM antreten. Eventuell bleibt man auch beim Lambo als Einsatzfahrzeug, es kann aber auch sein, dass man den Hersteller wechselt, anscheinend stehen Aston Martin oder McLaren hoch im Kurs.


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    Warum die Konzentration von Lamborghini auf Grasser in der DTM das junge T3-Team völlig unvorbereitet traf und welche Optionen es nun für die Zukunft…
    www.motorsport-total.com

  • Nils Wittich wird nicht weiter Renndirektor in der DTM sein.
    Scot Elkins übernimmt die Rolle die er auch schon für die Formel E ausübt. Bei Überschneidungen wird er in der DTM von Oliver Grodowski vertreten.


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    Die DTM erhält zur Saison 2022 einen neuen Rennleiter. Erfahrener FIA-Mann Scot Elkins übernimmt für Niels Wittich. Der steht vor neuer Herausforderung.
    www.motorsport-magazin.com