Grand Prix Story-Ausgaben

  • Moin Leute,


    wie ihr wisst, bin ich ja durchaus nostalgisch veranlagt und immer für die Formel 1-Historie zu haben. Was mich mal interessieren würde ist, ob einer von euch eine der "Grand Prix Story"-Ausgaben von Heinz Prüller besitzt oder mal gelesen hat und mir villeicht einmal kurz berichten kann, wie der Buchinhalt so aussieht. Leider bekommt man selbst auf Ebay oder Amazon praktisch niemals einen Einblick in die Bücher.


    Was ich insbesondere gerne wissen würde:

    - Gibt es zu jedem einzelnen Rennen der Saison einen Bericht/eine Zusammenfassung?

    - Wird in diesen Berichten neben dem Rennverlauf auch auf Randaspekte eingegangen? Mich interessieren da vor allem auch die kleinen Geschichten auf und neben der Rennstrecke, auch bei den kleineren Teams.

    - Sind die Berichte mit ausreichenden und gut ausgewählten Bildern bestückt? Ich finde es ja immer ein bisschen schade, wenn in solchen Rückblicken fast nur Bilder aus dem Fahrerlager oder vom freien Training zu sehen sind, weil der Fotografen-Pass da billiger war. Unter den Bildern steht dann immer etwas wie: "Leistete sich im Rennen einen spektakulären Abflug: Ralf Schumacher im Jordan, hier ein Bild aus dem zweiten freien Training", haha.


    Falls jemand entsprechende Ausgaben vorliegen hat, darf natürlich gerne auch nur mit Fotos geantwortet werden, falls ihr das wollt. Danke auf jeden Fall schonmal für eure Mühe :)!

  • Hey, Matthias.....


    ich habe gerade meinen Nachbarn diesbezüglich gefragt. Und der hat mir kopfschüttelnd gesagt, das er auch keine Bücher,

    Berichte/oder Zusammenfassungen hat. Und, er kennt auch niemanden, der jemanden kennt, welche deswegen kennen,

    die Wissen über sowas verfügen oder kennen. pleasantry

  • ich habe gerade meinen Nachbarn diesbezüglich gefragt. Und der hat mir kopfschüttelnd gesagt, das er auch keine Bücher,

    Berichte/oder Zusammenfassungen hat. Und, er kennt auch niemanden, der jemanden kennt, welche deswegen kennen,

    die Wissen über sowas verfügen oder kennen. pleasantry

    Haha, sehr nice, dann mal danke für deine pleasantryHilfepleasantry , Kay :].


    Vermutlich werde ich mir einfach mal ein, zwei Ausgaben billig bei Ebay kaufen. So teuer scheinen die ja nicht zu sein. Dann werden wir ja sehen, ob mir das gefällt, oder nicht.

  • Hi, also die Prüller-Bücher habe ich früher immer in der Stadtbücherei gelesen/ausgeliehen.

    Ich fand die Bücher immer interessant, weil der Prüller damals eben mehr geschrieben hat, als in der Tageszeitung stand. War aber zugegebenermaßen alles aus der Zeit vor 1995. Danach war selber (auto)fahren interessanter....


    Und der Prüller hat glaub nie nur den billigeren Paß gehabt :)

  • Hallo,


    ich besitze die GP-Stories von 73-76, 79 und dann von 1989 bis 2003.


    Fand sie immer gut, allerdings, desto älter, desto besser. Auch Prüller kam dann irgendwann nicht mehr an der Pressepolizei der Hersteller und Teams vorbei.


    Was möchtest du denn wissen?

  • Exakt so wird es sein. Je älter, desto bessere Stories und desto näher war der Prüller dran/dabei.


    Vielleicht kann er einige Hintergründe besser aufzeichnen, aber grundsätzlich dürfte der Info-Gehalt durch die vielen Presse-Heinis eher schwächer werden...


    Frei nach der Fahrer-Grundschule: "Eim werry heppy end se tiim did a good job".... ^^

  • Vielen Dank für eure Antworten, Leute! :thumbup:


    Die Idee mit der Stadtbücherei ist echt gut! Ich hab gerade mal im Online-Katalog der hiesigen Bücherei recherchiert. Dort ist man aber offenbar kein Formel 1-Fan. Zumindest scheint es dort keine "Grand Prix Story"-Ausgaben zum Lesen/Ausleihen zu geben. Schade.


    Aber wenn dort in den Berichten mehr drinsteht, als in der Tageszeitung, dann klingt das ja schonmal ganz gut. Ich bin halt auf der Suche nach noch mehr Geschichten, Stimmen und Hintergründen auf und neben der Rennbahn. Für alles ab Mai 2001 gibt es ja das News-Archiv von Motorsport-Total. Doch für die Zeit davor hilft oft auch die Internet-Recherche nicht weiter. Da wäre ein gut gemachtes Jahrbuch mit Sicherheit klasse.


    Oh, Gendebien hat sogar einige ganz frühe Ausgaben. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die inzwischen richtig was wert. Meinen Glückwunsch! Ich werde mir nach den ermutigenden Äußerungen von euch über das Internet einfach mal ein paar Ausgaben zulegen. Dann werde ich ja sehen, ob mir das zusagt. Weitere Fragen habe ich im Moment nicht. Ich melde mich dann gegebenenfalls nochmal ;).

  • Ich würde mal hier schauen, da gibts einige mittelalte GP-Stories zum Pfennigpreis. Zum einlesen bzw. -fühlen durchaus das richtige.

    „Prüller Heinz Story“ – Bücher gebraucht, antiquarisch & neu kaufen


    Also in unserer Stadtbücherei gibts derzeit auch nix mehr. Meine Besuche waren halt vor 1995, und da gabs dann noch GP-Stories von 78-87 oder so (das war da ja noch aktuell).


    Ich hab zuhause ne Menge an "Tourenwagen Story" von Thomas Voigt, hab 1987-2000 komplett, mal sehen ob ich die anderen mal schieße. Die Prüller-Bücher reizen mich auch, aber da werd ich wohl nicht mehr fertig werden, die ganze Reihe zu bekommen...


    Kleiner Edit: während es damals zig Ausgaben von "Jetzt helfe ich mir selbst" (Autoreparaturanleitungen) in meiner Stadtbücherei gab, scheint das Thema "Auto" oder "Motorsport" jetzt total getilgt worden zu sein. Ein Buch über Michael Schumacher und ein Buch "Wie werde ich Rennfahrer" scheinen das letzte Aufbäumen zu sein. Sehr traurig...

  • Ich würde mal hier schauen, da gibts einige mittelalte GP-Stories zum Pfennigpreis. Zum einlesen bzw. -fühlen durchaus das richtige.

    „Prüller Heinz Story“ – Bücher gebraucht, antiquarisch & neu kaufen

    Wow, das ist ja mal eine geile Seite! Dagegen zahlt man bei Ebay ja Apothekerpreise. Danke dafür!


    Während es damals zig Ausgaben von "Jetzt helfe ich mir selbst" (Autoreparaturanleitungen) in meiner Stadtbücherei gab, scheint das Thema "Auto" oder "Motorsport" jetzt total getilgt worden zu sein. Ein Buch über Michael Schumacher und ein Buch "Wie werde ich Rennfahrer" scheinen das letzte Aufbäumen zu sein. Sehr traurig...

    Ohja, "Jetzt helfe ich mir selbst" ist eine echt gute Reihe. Ich hab mir vor einigen Jahren mal eine entsprechende Bibel zu unserem alten Fiesta gekauft. Zwar bin ich nach wie vor weit davon entfernt, KFZ-Mechatroniker zu sein, doch zumindest kleinere Reparaturen werden seither kostengünstig selbst erledigt.


    Und was das Angebot an Auto- und Motorsport-Literatur in den Stadtbüchereien angeht, so hast du das aus meiner Sicht völlig treffend zusammengefasst: Sehr traurig. Dafür kann man sich dort mittlerweile aus über 100.000 Donna Leon-Krimis sein Wunschbuch aussuchen. Aber nun gut, der Deutsche Michel bekommt halt nur das, was er verdient hat, bzw. das was nachgefragt wird.

  • Ok, http://www.zvab.de wären dann auch noch interessant. Oder Medimops bzw. rebuy, die haben manchmal auch alte Bücher.

    Natürlich nur interessant, wenn man mit gebrauchten Büchern zurecht kommt.


    Die Stadtbüchereien erziehen halt leider mit und daher wird das Interesse an Autos wohl "weg-erzogen"....

  • So, ich habe mir jetzt mal ein paar "Grand Prix Story-"Ausgaben rund um das Jahr 1990 bestellt. Sobald die Bücher da sind, werde ich hier ein kleines Fazit ziehen und einige Bilder posten. Für den Fall, dass noch ein anderer "Neuling" überlegt, sich einige Ausgaben zuzulegen, möge das hoffentlich bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.


    Ok, http://www.zvab.de wären dann auch noch interessant. Oder Medimops bzw. rebuy, die haben manchmal auch alte Bücher.

    Natürlich nur interessant, wenn man mit gebrauchten Büchern zurecht kommt.


    Die Stadtbüchereien erziehen halt leider mit und daher wird das Interesse an Autos wohl "weg-erzogen"....

    Mit gebrauchten Büchern komme ich tatsächlich sehr gut klar. Bei alten Ausgaben bevorzuge ich gebrauchte Bücher mittlerweile sogar gegenüber Neuexemplaren. Ich finde ja, man darf alten Dingen auch gerne ansehen, dass sie alt sind und gebraucht wurden. Da kommt mir der in den letzten Jahren immer stärker in Schwung gekommene Markt für gebrauchte Bücher durch die genannten Medimops und rebuy sehr entgegen - natürlich auch in finanzieller Hinsicht.


    Und was du zum Thema "Erziehung" schreibst, stimme ich dir da zu 100% zu. Auto und Rennsport sind in unserer heutigen Zeit einfach nicht mehr chic. Dementsprechend wird auch aus meiner Sicht tatsächlich beides so ein bisschen staatlich weg-erzogen. Während jeder drittklassige Fußball-Klub mittlerweile einen riesigen, steuerfinanzierten Stadion-Neubau hingestellt bekommt, muss sich ein möglicher Deutschland-GP zu 100% selbst finanzieren. Auch wäre es heute wohl undenkbar, wenn die ARD Gebührengelder für Formel 1-Rechte ausgäbe, wie noch zur Jahrtausendwende geschehen (damals übertrug die ARD die Qualifyings). Das gäbe wohl einen Riesen-Shitstorm.

  • Ja, da sind wir zu "woke" dafür.


    Ich hab damals als Schüler sogar die Werkstatthandbücher ausgeliehen, wenn mich das Auto interessiert hat. Meine Kumpels eher die "Fünf Freunde" und einige wußten, wo die Aufklärungsbücher stehen. Die waren zwar eher für die Lehrer, aber das konnte man ja kaschieren, indem man sich im Nebenregal für die Mathe-Bücher interessiert hat.... ;)


    Ich glaub, Du wirst zufrieden mit den Grand Prix Stories sein. Zumindest damals gabs ja nix, wo man mehr sehen konnte von dem, was da nebenher so passiert...

  • So, meine bestellten "Grand Prix Story"-Ausgaben sind mittlerweile angekommen und ich habe schon ordentlich darin gelesen. Hier mein vorläufiges Fazit:


    Allgemeines:

    Vom Umfang her suchen die Grand Prix Storys im deutschsprachigen Raum ohne Wenn und Aber ihresgleichen. Auch der Inhalt weiß größtenteils zu überzeugen. Man merkt sehr schnell, dass Heinz Prüller damals nicht nur dabei, sondern vielmehr mittendrin war, in unserem heißgeliebten PS-Zirkus. Diese Tatsache und die Detailverliebtheit Prüllers sorgt ab und an aber auch dafür, dass der Autor sich mitunter in einzelnen Erzählungen verliert. Man weiß dann manchmal zwar ganz genau, wer wann was mit wem im Fahrerlager gegessen und besprochen hat, bekommt vom Geschehen in den Boxen aber nicht alles mit. Zudem fokussieren sich die Berichte recht stark auf das Spitzenfeld. Wer nicht auf das Podium fährt findet oftmals nur im Schlusssatz Erwähnung. Wer gar die Punkte verpasst kann sich seine Erwähnung im Text praktisch gänzlich abschminken, sofern nicht etwas Besonderes passiert ist. Das ist angesichts von rund 10 Seiten Bericht pro Rennwochenende durchaus schade und aus meiner Sicht unnötig. Dass nicht immer jedes Auto Erwähnung finden kann, ist bei damals noch oft über 30 Startern allerdings auch verständlich.


    Der Fokus auf Österreich:

    Man muss wohl festhalten, dass Heinz Prüller die Bücher vorwiegend für unsere österreichischen Freunde geschrieben hat. Das macht sich vor allem bei der Sprache bemerkbar: So steht zu vermuten, dass ein Fahrer wohl einen Unfall hatte, wenn er laut Buch "gestürzt" ist. Des Weiteren heißt es unter anderem "Rabbit" statt "Kaninchen" und der erste Weltmeisterschaftslauf 1991 fand offenbar in Phönix und nicht in der US-Stadt Phoenix statt. Auch in finanziellen Belangen, werden Beträge oft nur in österreichischen Schilling benannt, ohne zu erwähnen, wie viele deutsche Mark dies wohl in Etwa sind/waren. Natürlich macht sich der Fokus auf Österreich auch in den Texten bemerkbar. Auf jede Erwähnung von Ayrton Senna kommen vermutlich zwei Erwähnungen von Gerhard Berger.


    Die Optik:

    Bis zu dieser Kategorie haben wir es bei den Grand Prix Storys wirklich mit einem weit überdurchschnittlich guten Produkt zu tun. Umso bedauerlicher ist da aus meiner Sicht, dass offenbar sowohl Prüller, als auch der Verlag Orac (später: Residenz) der Optik des Buches einen so geringen Stellenwert eingeräumt haben. Betrachtet man nur die 70er, 80er und vielleicht auch noch Anfang der 90er Jahre mag die Aufmachung des Buches vielleicht gerade noch in Ordnung sein und als unterer Standard durchgehen. Doch selbst die moderneren Ausgaben - soweit ich sie gesehen habe - haben zu keiner Zeit ein optisches Upgrade bekommen. So darf das Produkt aus meiner Sicht wohl spätestens ab Mitte der 90er Jahre in Sachen Layout als stark veraltet gelten. Die Kritikpunkte im Einzelnen:


    - Der Sinn von lose eingesteckten Schutzumschlägen habe ich noch nie verstanden. Sie würden allenfalls dann einen Sinn ergeben, wenn der eigentliche Einband dringend zu schützen wäre. Doch genau jener ist extrem oft völlig schmucklos gestaltet und außer dem Titel auf dem Buchrücken völlig unbedruckt - so auch bei „Grand Prix Story“. Stattdessen hat man offenbar viel Wert auf die losen Umschläge gelegt, obwohl diese naturgemäß am aller-schnellsten verschleißen und oft im Laufe der Jahre abhanden kommen (siehe zahllose Angebote auf Ebay und anderswo). Selbst die zuletzt veröffentlichten Bücher verfügen immernoch über diese losen Schutzumschläge - ein echtes Ärgernis.


    - Auch im Buchinhalt muss man in Sachen Optik ordentlich Abstriche machen. So kommt der Inhalt vielmehr als ein einziger Fließtext daher. Es gibt weder Spalten, noch eingestreute Bilder, noch Ergebnislisten. Die Rennergebnisse befinden sich vielmehr einzig hinten im Statistikteil. Hier muss man nach jedem Rennbericht also erstmal ganz nach hinten blättern, um zu erfahren was aus den zahllosen, nicht im Bericht erwähnten Fahrern geworden ist. Schade, hier verschenkt man aus meiner Sicht eine sinnvolle Struktur.


    - Zwar wird jedem einzelnen Rennen ein eigenes Kapitel gewidmet, doch hierfür jeweils eine neue Seite zu beginnen hält man im Hause Orac offenbar für unnötig. Dies verstärkt den Eindruck eines reinen Fließtextes weiter.


    - Wie erwähnt umfassen die Rennberichte leider gar keine Bilder. Diese finden sich lediglich irgendwo mitten im Buch, wo der Layouter es offenbar für sinnvoll hielt, mal ein paar Seiten mit Bildern einzufügen. Die Bilder sind zudem in rund 70% der Fälle recht belanglose Fahrerlager-Schnappschüsse ohne Aussagekraft. Wichtige Unfälle werden zwar in den Berichten erwähnt, Bilder davon sucht man auf den entsprechenden Seiten jedoch in aller Regel vergebens. Auch die sogenannten Bildunterschriften dürfen regelmäßig als verunglückt gelten (siehe Foto unten). Die 1991er-Ausgabe verfügt im Übrigen über 88 Fotos (Schutzumschlag nicht mitgerechnet). Da nahezu sämtliche Fotos die Spitzenfahrer abbilden bekommt man die aller-meisten Fahrer des Jahres nie zu sehen. Bilder zu jedem einzelnen Rennen gibt es gar überhaupt nicht.


    - Als letztes wäre da noch eine Anmerkung - kein echter Kritikpunkt - in Sachen Streckengrafiken: Zwar verfügen längst nicht alle gefahrenen Strecken über eine Streckengrafik, aber immerhin die meisten. Wie vor dem Internet-Zeitalter üblich haben sich dabei mitunter natürlich Fehler eingeschlichen. Manche Grafiken sind gespiegelt (siehe Fotos).


    Fotos:

    Ich habe mal ein paar Bilder gemacht, um den Usern hier einen Eindruck vom generellen Buchaufbau zu verschaffen. Einige davon greifen die oben genannten Kritikpunkte auf. Sämtliche Bilder stammen hier aus der 91er-Ausgabe.


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    Das Titelbild, bzw. der Schutzumschlag ist durchaus ansprechend - und im Übrigen als einziges Blatt farblich - gestaltet.


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    Hier die Rückseite des Buches. Alle Bilder im Innenteil sind lediglich in Schwarz-Weiß abgedruckt. Erst die späteren Ausgaben warten immerhin teilweise mit farblichen Bildern auf. Ein bisschen schade ist es schon, wenn man z.B. den herrlich grünen 94er Larrousse (hier nicht im Bild) gar nicht so richtig genießen kann.


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    Das Inhaltsverzeichnis ist gut strukturiert und gibt einen raschen Überblick über das Buch.


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    Auf das linken Seite startet der Bericht zum ersten Rennen in "Phönix". Wer im Buch nach einem speziellen Grand Prix sucht, sollte sich besser am Inhaltsverzeichnis orientierten. Beim schnellen durchblättern kann man den Beginn eines neuen Kapitels jedenfalls leicht übersehen und so überblättern. Ein Seitenumbruch wäre die bessere Lösung gewesen.


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    Hier mal eine beispielhafte Seite mit Bildern. Zwar gibt es eine Bildunterschrift, doch selbst diese lässt einen mitunter ratlos zurück. Zu dieser Seite heißt es beispielsweise: "Formel-1-Babys 1991: Der Jüngste, Mika Häkkinen, mit dem ältesten Mechaniker, Bob Dance von Lotus. Links: van de Poele. Oben: Blundell. Rechter Streifen: Chaves, Barbazza, Zanardi, Comas." Wer hier nicht weiß, wer wer ist, dürfte bei der Zuordnung Probleme bekommen.


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    Sämtliche Teams des Jahres und ihre Stammfahrer sind übersichtlich dargestellt. im Kleinen Text unten finden sich Anmerkungen zu Verletzungspausen, (einmaligen) Ersatzfahrer, etc.


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    Die "Grand Prix Story"-Reihe ist für ihren umfangreichen Statistik-Teil bekannt. Hier beispielhaft eine Seite daraus. Oben finden sich die Ergebnisse sämtlicher Trainings- und Qualifying-Sitzungen. Die Darstellung der Startaufstellung (unten) darf hingegen als suboptimal gelten. Nein, die Startpositionen waren 1991 nicht anders als heute und der Grid wird hier auch nicht in zwei Spalten präsentiert. Stattdessen tut die Darstellung tatsächlich so, als würden die Startplätze 1 und 3 nicht hintereinander, sondern versetzt stehen. Einem schnellen Überblick steht diese Darstellung heftigst im Weg. Und auch wer den Startplatz eines Fahrers im Mittelfeld erfahren möchte, wird einige Zeit brauchen, um diese fehlerfrei abzuzählen.


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    Hier der zweite Teil der Statistik zu jedem Rennen. Links unter anderem die Boxenstops (evtl. mit besonderen Vorkommnissen, oben), sowie eine kurze Beschreibung der Ausfälle im Rennen (unten). Rechts gibt es dann das Ergebnis der Fahrer, welche das Ziel erreicht haben. Das Rundendiagramm unten ist aufgrund des Schwarz-Weiß-Druckes hingegen kaum verwendbar, da man bereits am Start den Linien nicht mehr folgen kann. Hier wären Farbdruck oder zumindest Punktierungen und Strichelungen besser gewesen.


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    Eine Komplette Übersicht über die erzielten WM-Punkte des gesamten Jahres bei den Fahrern (links), bzw. Teams (rechts) gibt es natürlich auch.


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    Wie im Vor-Internet-Zeitalter übrig sind nicht alle Streckengrafiken zu 100% korrekt. Der Autodromo International Nelson Piquet ist beispielsweise spiegelverkehrt (links-rechts-gespiegelt) abgedruckt.


    Fazit:

    Wer über die optischen Mängel der Bücher hinwegsehen kann und sich einfach nur über die Rennen, zwischenmenschlichen Begegnungen und andere Geschichten bestimmter Formel 1-Saisons informieren möchte, so als befände er sich selbst mitten im Fahrerlager, dem sei die "Grand Prix Story"-Reihe wärmstens ans Herz gelegt. Mit den lebendigen Texten von Heinz Prüller hat man jedenfalls auch ohne engmaschige Bebilderung schnell das Gefühl, man befände sich in einer anderen Zeit.


    Wer hingegen Wert auf ein Hochglanz-Produkt mit starker Bebilderung und gutem Layout legt, der könnte sich ggf. anderswo umsehen. Insbesondere ab Mitte der 1990er Jahren gibt es dazu zahlreiche Jahresrückblicke. Und für ältere Jahre könnte sich beispielsweise die "Grand Prix. Die Rennen zur Automobil-Weltmeisterschaft 19XX"-Reihe von Ulrich Schwab, bzw. Achim Schlang gut eignen, welche jedoch inhaltlich keinen so großen Umfang bieten, wie die Grand Prix Storys.

  • Exakt so habe ich das auch gesehen, wobei mein letzter Kontakt mit diesen Büchern fast so lang her ist, wie jetzt Deine 1991er Ausgabe. Damals erschien mir das noch "optimal". Ist halt auch 30 Jahre her, da wurde noch anders geschrieben, gesetzt oder gedruckt.

    Selbst der Einsatz von Computern war da noch anders.

    Natürlich hätte ich es gut gefunden, wenn da 1000 Bilder mehr drin gewesen wären. Aber das war der Stil der Zeit. Viel Text und dann 2-3 Bildteile mit gemixten Bildern.
    Ist natürlich in Zeiten von Youtube etc. schwer nachzuvollziehen, dass nicht alles dokumentiert wird/wurde.


    Wenn der Prüller noch die ganzen Hinterbänkler so portraitieren würde, könntest das Buch nicht mehr halten vermutlich. Waren vermutlich damals auch viele sehr hemdsärmlige Teams dabei, nicht umsonst sind viele aus "Garagen/Garagisten" entstanden...

    Damals hat man sich schon sehr stark auf die Top-Teams konzentriert, das war natürlich auch in der Öffentlichkeit präsenter.

  • Alles richtig zusammengefasst. Aus all den genannten Gründen bin ich in den 80er-Jahren weg von Schwab/Schlang zu Prüller. Vor allem der Statistik-Teil hat mich immer sehr interessiert.


    Allerdings, wie schon mal erwähnt, irgendwann stand dann auch bei Prüller nichts mehr drin, was es vorher schon in Pressemeldungen gab...


    Aber so ältere Jahrgänge kauf ich mir immer mal wieder, auch über die Österreicher hinaus gibt es da immer wieder interessantes zu lesen.

  • Alles richtig zusammengefasst. Aus all den genannten Gründen bin ich in den 80er-Jahren weg von Schwab/Schlang zu Prüller. Vor allem der Statistik-Teil hat mich immer sehr interessiert.


    Allerdings, wie schon mal erwähnt, irgendwann stand dann auch bei Prüller nichts mehr drin, was es vorher schon in Pressemeldungen gab...


    Aber so ältere Jahrgänge kauf ich mir immer mal wieder, auch über die Österreicher hinaus gibt es da immer wieder interessantes zu lesen.

    Altbekanntes Problem, wenn die Amateur-Buden im Sport professionalisiert werden. So mit Pressesprecher usw.

    Und jetzt gibts einfach zuviele Webseiten, Zeitschriften etc. die Interviews führen. Marko & Wolf können ja eigentlich nix mehr vernünftiges arbeiten, soviele Interviews geben die....