Sebastian Vettel

  • Und ich bleibe dabei, dass Binottos Entscheidung Vettel für die Saison zur #1 zu machen falsch und dumm war. Diese wird ihn seinen Job kosten. Und zwar völlig zurecht. Ich glaube, selbst die gestrige Kollision geht ursächlich auf diese "Mutter aller Fehler" in Melbourne zurück.

    Das mag sein, aber dann hätte er sich vielleicht auch gleich wieder anhören dürfen, dass er den teuersten Mitarbeiter nach hinten packt und den unerfahrenen bevorzugt. Das hätte wahrscheinlich keiner vor der Saison so gemacht.


    Wie man es macht, ist es falsch und am Ende wissen es alle besser....

  • Dumm von Leclerc.

    Hätte Vettel in Kurve 1 nicht mitgemacht, hätte es bereits da gekracht!

    Auf der Geraden hat Leclerc ihn dann abgedrängt, woraufhin Vettel anschließend, als er vorne war, nach links gezogen ist.

    Warum Leclerc stur geradeus gefahren ist, weiß wohl nur er selbst.

    Vorweg: ich bin weder Vettelfan noch Vettelfeind schätze die Meinungsfreiheit dieses Forums als höchstes Gut.

    Dazu habe ich mir die Szene mittlerweile ca. 20 Mal angesehen.


    Mit will es nicht in den Kopf, wie man an diesem Ding Leclerc die Schuld, ihm gar Dummheit vorwerfen kann.


    Das erste Manöver war hart, völlig richtig, es hätte scheppern können, hat es nicht, weil Vettel nicht bis zum Äußersten dagegen gehalten hat.


    Danach geht es auf die Gerade, Vettel hat den Flügel offen, wird also definitiv vorbeikommen. Warum zieht er rüber? Er hat original 0 Grund dazu. Ein paar Meter weiter und dann ist er WIRKLICH vorne.


    Für mich also insgesamt ein Zweikampf zweier Fahrer im Kampf um den Status im Team, bei dem es knallen musste. Aber wie es geknallt hat, das war gnadenlos unnötig.

  • Warum er rüberzieht? Um Leclerc das nochmalige Reinstechen vor der Kurve zu verunmöglichen...wie man das eben macht, um das Loch zu schließen. Vielleicht hat er sich schon weiter vorne gefühlt, oder Leclerc hat noch eine Schippe druffgelegt oder spät gebremst.

    Wie schon tausendmal geschrieben - da ging es schon um die Vorherrschaft im Team.


    Vielleicht hätte man vorher im Teamradio sagen sollen: "Charles zieht mit neuen Reifen vorbei und macht Jagd auf Platz 3. Falls er es schafft, bleibt er da, falls nicht, tauscht ihr wieder die Plätze. Punkt.

  • Die Fahrer, von denen ich ein Fan war, sind zu einem großen Teil leider verstorben oder haben aufgehört.
    Heute würde ich es eher als Respekt vor der Leistung bezeichnen, in der Einzelbetrachtung traue ich mir ziemliche Objektivität zu. Vor Sebastian Vettels Leistungen hab ich großen Respekt, soviel sei vorweggenommen. Deshalb spreche ich ihn nicht von Fehlern frei.


    Ich hab das Rennen in Interlagos urlaubsbedingt nicht live gesehen, hab die strittige Szene nur gestern Abend zweimal gesehen und mein Urteil gebildet.


    Da hier viele anderer Meinung als ich sind und ich die Fachkompetenz hier schätze, hab ich es mir heute auch noch x-mal angesehen. Und getreu dem Motto „nur ein Idiot ändert nie seine Meinung“ sage ich jetzt: Ich bin nach wie vor der Meinung, das Vettel nichts falsch gemacht hat. Er fuhr mit Überschuss vor Leclerc (vor, nicht vorbei) und zog dann nach innen. Das musste er tun, sonst hätte sich Leclerc wieder daneben gebremst (der Übrschuss kam weniger wegen DRS sondern weil Vettel aufgrund des Duells davor weitaus besser aus auf die Gerade kam als Leclerc). Und der Richtungswechsel kam nicht abrupt, sondern gleichmäßig. Das ist das Recht dessen, der die Nase vorn hat. Da muss auch der, der dahinter ist, mitgehen, er sieht die Bewegung des Vordermanns. Leclerc blieb auf der Linie, um Vettel zu zwingen, außen zu bleiben. Keiner gibt nach und Peng.


    Beide wissen, dass sie es hätten verhindern können, aber zum persönlichen Nachteil. Macht keiner. Zumindest niemand der Weltmeister ist oder werden will. Und das ist gut so, wer will schon „Ich-hab-dich-lieb-Fahren“ sehen.


    Zum Thema Nummer-1-Fahrer: Sowas im Vorfeld festzulegen, ist ein Mega-Blödsinn. Man kann aber mit situationsbedingter Stallorder viel erreichen. Da hat Ferrari in der ersten Saisonhälfte viel verschenkt. Es bringt den Rennstall in der Regel weiter, aber müssen da die Fahrer mitspielen und ihre Egos zurückschrauben.

  • Aber andererseits, Fahrer erzählen viel wenn der Tag lang ist und gerade Dementis von alln möglichen Gerüchten ist doch scheinbar die Lieblingsbeschäftigung.

    Das ist momentan aber alles nur Pfeifen im Walde.

    Vettel müßte ja komplett doof sein, wenn er dem Eddie Jordan (oder jemanden, der den kennt) erzählt, dass er sich das überlegt.

    Selbst wenn er 2020 nix reißt, nimmt den einer der Teams aus der 2. Reihe noch mit Kusshand und für nen Batzen Geld. Warum soll er das dann nicht wie Kimi machen und noch bissle Kohle mitnehmen? Da würde ich mir auf jeden Fall jedes Türchen offenhalten.

    Könnte mir eher vorstellen, das er 2020 aufhört, falls er mit Ferrari WM geworden ist. Das wäre ein besserer Abgang als 5-6 Jahre Ferrari ohne Titel und dann aufhören...


    Jordan liebt halt den Hamilton und hat wahrscheinlich immer noch sein Schumi-Trauma zu überwinden, den hat er sich ja auch zu billig abluchsen lassen. Und Ecclesone hat auch schon lang nix mehr gescheites abgesondert...der ist auch raus aus dem Business. Der weiß es nur noch nicht.

  • da kann man (ich) getrost das eine UND das andere Ausschließen

    Ich hab geschrieben, dass das seine Motivation sein dürfte, nicht dass er es schafft.

    Und dass Ferrari sicherlich auch weiss, dass er - falls der Ferrari 2020/21 auch schauderhaft ist - sicherlich keine grosse Motivation haben wird, nochmal rumzutingeln, ist auch klar.

    Könnte sogar sein, dass Ferrari jetzt gern das Gerücht des 1-Jahres-Vertrags streut, damit man nicht als derjenige dasteht, der sich die Konditionen diktieren lassen muss.


    Ausser Leclerc drängt sich nämlich niemand direkt auf, der Ferrari weiterbringen würde. Und die halbguten werden sich ungern die weitere Karriere in einem schwachen Ferrari gegen Leclerc vernichten lassen wollen...