Sebastian Vettel

  • Das, was Ferrari 2020 bietet, spottet jeder Beschreibung. Ich bin wahrlich kein besonders großer Freund von Vettel, aber ich an seiner Stelle würde das Handtuch schmeißen.

    Naja, wird ihm auch nicht viel bringen. Und am Ende des Tages ist es ja auch nur ein Rennen. Gibt genug Jobs, wo einem schlimmere Probleme in den Weg springen, als dass man ein Rennen nicht beendet.


    Wenn man es andersrum sieht, blieb damit Ferrari erspart, nur auf den Nicht-Punkte-Plätzen anzukommen...

  • Naja, wird ihm auch nicht viel bringen. Und am Ende des Tages ist es ja auch nur ein Rennen. Gibt genug Jobs, wo einem schlimmere Probleme in den Weg springen, als dass man ein Rennen nicht beendet.


    Wenn man es andersrum sieht, blieb damit Ferrari erspart, nur auf den Nicht-Punkte-Plätzen anzukommen...

    Da hast du nüchtern betrachtet natürlich Recht, aber mein emotionaler Impuls an seiner Stelle in diesem Moment würde eben in diese Richtung gehen.

  • Frust hat er sicherlich schon, aber mal ehrlich: das ist immer noch einer der bestbezahltesten Fruste, die man haben kann.


    Bei so einem Ausfall kann man wenigstens sagen, dass es nicht an ihm lag. Ist ja auch schon was.

    Und vermutlich werden sie ihm auch die kleinen Galgenhumor-Gags nicht übel nehmen...die wissen ja auch, dass es unterirdisch war. Auch wenn sie das nicht sagen dürfen...

  • Frust hat er sicherlich schon, aber mal ehrlich: das ist immer noch einer der bestbezahltesten Fruste, die man haben kann.


    Bei so einem Ausfall kann man wenigstens sagen, dass es nicht an ihm lag. Ist ja auch schon was.

    Und vermutlich werden sie ihm auch die kleinen Galgenhumor-Gags nicht übel nehmen...die wissen ja auch, dass es unterirdisch war. Auch wenn sie das nicht sagen dürfen...

    Da sie mit Vettel ohnehin schon abgeschlossen haben ist es ihnen denke ich einfach wurscht was Vettel von sich gibt. ;)

  • Was ich nicht verstehe:

    Wenn Vettel tatsächlich diese Nestwärme und unbedingte Unterstützung im Team für seine Motivation braucht, warum wechselt er dann jetzt ausgerechnet in einen Rennstall, bei dem uns allen klar ist, dass der Teamkollege und Teambesitzer-Sohn Stoll die Nummer Eins sein wird? Da springen bei Vettel doch schon nach dem ersten schlechten Ergebnis schon wieder die Verschwörungstheorien im Kopf an und seine Motivation ist dahin. Ich denke, daher ist der Wechsel zu Aston Martin als reiner Notnagel für Vettel zu verstehen. Von einem strategischen, auf die Zukunft ausgerichteten Wechsel sprechen wir hier meiner Meinung nach jedenfalls nicht.

  • Ich glaube nicht, dass ein Vettel als 4facher Weltmeister mit entsprechendem Gehalt als Wasserträger für ein Millionärs-Söhnchen vermittelbar ist. Ist ja nicht Strolls alleiniger Besitz.


    Und es muß auch einem liebenden Vater klar sein, dass das mit dem WM-Titel für seinen Sohn mindestens 2 Schuhgrößen zu groß ist. Rennsieger, ja, aber mehr wird da nicht gehen.

    Vor allem wird die Karriere des Sohnes durch 2 Größen befristet: sein eigenes Alter und das Bankkonto des Vaters.

  • Ich kann eure Einschätzung ehrlichgesagt in fast jeglicher Hinsicht nicht nachvollziehen.


    - Dass Stoll die Nummer 1 sein wird, sagen schon die Besitzanteile im Team. Noch vor ein paar Rennen haben wir doch alle gesehen, dass selbst Perez noch eigens an die Box geholt wird, damit Stroll das bessere Ergebnis als sein Teamkollege holt. Zudem hatte Perez selbst verlautbaren lassen, dass er Verständnis für Lawrence Stroll habe. Er würde seinen eigenen Sohn auch bevorzugen, hieß es.

    - Ich halte es zudem für gewagt, wenn hier angedeutet wird, Vettel würde nach den Leistungen der letzten Jahre und angesichts seines Alters tatsächlich noch als Leistungsträger für die Zukunft engagiert werden. Ich gehe sogar so weit, dass eine Verpflichtung seiner Person nach allem was wir von ihm gesehen (und am Funk gehört) haben, keine rein sportlichen Gründe mehr haben kann.

    - Vettel als Mentor für Stroll kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Nur inwiefern das mit einem sportlichen Nummer 1- oder -2-Status verbunden sein muss, erschließt sich mir nicht. Und ob ein klarer Nummer 1-Status nun in Verträgen überhaupt fixiert werden kann und rechtlich durchsetzbar ist, sei ebenfalls dahingestellt. Letztlich ist es die Leistung, die ganz konkret über einen Status im Team entscheidet und kein Papier. Dabei spielen doch ganz häufig auch die eigenen Mechaniker und ihre Motivation eine überragende Rolle.

    - Zweifel hege ich gewisser Hinsicht daran, Vettel sei nicht in Strolls alleinigem Besitz. In arbeitsrechtlicher Hinsicht ist Vettel nämlich genau das, wenn auch in Besitz von Lawrence Stroll - was auf so ziemlich Dasselbe hinauslaufen dürfte.

    - Es stellt sich die Frage, ob es zielführend ist, zu argumentieren, der WM-Titel sei für Stroll zwei Nummern zu groß, höchstens Rennsiege seien drin. Das ist wohl aktuell unbestritten, dem schließe ich mich an. Doch heißt das dann im Umkehrschluss, dass man ernsthaft glaubt, Vettel würde bei Aston Martin ab dem kommenden Jahr um Titel mitfahren, ja sie sogar gewinnen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    - Zudem frage ich mich, was es bezwecken soll, darzulegen, Strolls Karriere sei durch sein Alter und das Bankkonto des Vaters begrenzt. Beides sind doch gar eher noch Punkte, mit denen Stroll punkten kann, da in beiden Kriterien aktuell kein Ende absehbar ist.


    Mein Fazit:

    So gerne ich mich euch auch anschließen würde - Vettel ist immerhin ein echter Typ und ich mag Typen - hielte ich das ehrlichgesagt doch für ziemlich naiv. Vettels biologische Uhr tickt in sportlicher HInsicht leider immer lauter und die letzten Jahre waren eher keine Gründe, zu glauben, Vettel würde auch mit Mitte oder Ende Dreißig noch Höchstleistungen erzielen. Ich muss daher aktuell leider bei meiner obigen Meinung bleiben und Vettels Welchsel eher als Notnagel einstufen, da er sonst keinen Vertrag mehr bekommen hätte. Aston Martin hingegen wird froh sein, einen sehr erfahrenen Fahrer verpflichtet zu haben, mit dem man sich künftig ein gutes Auto zu entwickeln erhofft - kopieren geht ja nicht mehr.

  • Begrenzt durch sein Alter in dem Sinne, dass er auch in 10 Jahren noch kein WM sein wird, nicht mal auf einem echten Mercedes.

    Und auch Strolls Geld ist schnell weg, wenn man 10 Jahre lang 140 Mio. "verbrennt". Ist ja nicht das einzige Projekt, was er hat und auch er wird nicht immer nur Glück haben bei allen Projekten.


    Meines Wissens ist beim Thema RacingPoint/AM da der Stroll zwar federführend, aber in der Gesellschaft eben nicht allein drin. So meine ich das immerhin gelesen zu haben. Toto ist ja auch irgendwie dabei. Der wird das nicht mitmachen, nur damit der Lance mal irgendwann ein berühmter Playboy sein kann.


    Und AstonMartin mag eine Krauterfirma sein, aber auch da gibt es Leute, die ein bißchen auf Aussenwirkung und Image schauen (ist ja auch börsennotiert). Da wird man einen Vettel für den Werbewert brauchen, und wenn man den gleich benachteiligt, um dem Sohnemann einen Platz zu schenken, dann geht das vielleicht bei RacingPoint, aber nicht mehr bei einem AM-Team.


    Weltmeister wird Vettel sicherlich nicht mehr, aber wenn sie die Kurve halbwegs kriegen, sind durchaus Top3-Platzierungen und mit Glück auch Siege drin.

    Und ich glaube auch ganz sicher, dass Vettel an Strolls Stelle letzten Sonntag mit dem Auto gewonnen hätte.

  • und ich glaube (schon seit Jahren) dass ich nächstes WE den Lotto-Jackpot knacke - naja, glauben kann ja jeder was er will

    Ja, hier wird ganz genau auf den Ausdruck geachtet:P...sagen wirs mal anders: ich wäre mir sicher, dass Vettel das an Strolls Stelle nach Hause gefahren hätte. Hätte auch Stroll schaffen müssen.

    Aber natürlich gilt auch hier: hätte, hätte, Fahrradkette...