Beiträge von Ferrarist

    Ich denke der "laute" Motorsport mit Verbrenner kann nur überleben wenn er a) als reiner Sport ohne Herstellerbeteiligung auskommt und b) durch die Nutzung von synthetischen, klimaneutral hergestellten Treibstoffen ökologisch unverdächtig wird.

    Sehe ich auch so. Wenn, dann werden wir wieder in das Zeitalter enthusiastischer Privatiers zurückgehen, die das ganze selber finanzieren. Bzw. gibt es sowas heutzutage ja ohnehin schon.


    Auf die synthetischen Kraftstoffe setze ich auch gewisse Hoffnungen. Für mich wäre das ja auch in Ordnung, die Technologie ist ja da, sie müsste halt nur weiterentwickelt werden. Vielleicht ziehen einige Serien nach, wenn die Formel 1 Mitte der 2020er damit anfängt, synthetisches Benzin beizumischen.

    - ich finde schon, dass wir in D eine Hersteller-Meisterschaft haben sollten, wo zumindest die großen Hersteller vertreten sind. Und auch Werksfahrer mit entsprechendem Prestige/Bekanntheit. Das kann eine TCR (die ja auch eigentlich für Privatiers gedacht war) nicht leisten.

    Wenn wir das nicht hinkriegen, was woanders halbwegs funktioniert, ist das schon ein Armutszeugnis

    Gibt es sowas überhaupt noch in Europa? Mir fallen nur noch die SuperGT, NASCAR und mit Abstrichen die Supercars ein, die aber bald eine reine Importeursmeisterschaft werden. Aber Europa ist der Schlüssel: Wenn wir schon nicht die besten aus Deutschland haben, wieso dann nicht eine Europameisterschaft? Die PSA-Gruppe scheint zB noch Interesse an Motorsport mit Verbrennungsmotoren zu haben. Peugeot ist schon beschäftigt, aber warum nicht Citroen, Alfa oder Opel vorschicken? Zugegeben, über PSA und BMW sieht es recht Mau aus. Mercedes, VW AG oder auch Volvo haben alle nicht wirklich Lust auf herkömmlichen Motorsport.

    - der Fan hat sich scheinbar die letzten 20 Jahre laute V8-Motoren und riesige Flügel gewünscht. Zumindest hat man das aus dem Shitstorm der 4-Zylinder-"Luftpumpen" heraushören können.

    Ich habe jetzt nicht so einen Shitstorm wegen der Motoren an sich wahrgenommen. Höchstens wegen der damit entstandenen Kosten. Da würde ich auch klar sagen, dass es sicherlich auch modifizierte Serienmotoren getan hätten. Aber klar, Deutsche iNgEnIeUrSkUnSt, man musste ja teure Rennmotoren entwickeln.

    Dazu denke ich, dass die erhoffte Zielgruppe der Weltverbesserer eh kein bisschen was auf Rennsport gibt - allenfalls, ob man auch Mario Kart auf dem Display des Autos spielen kann oder eben das Handy im Monitor gespiegelt werden kann.

    Sehe ich auch so. Was man in Zukunft natürlich besser machen könnte, wäre die einzelnen Fahrer und Teams wieder in den Vordergrund zu stellen und wieder weg von der Radsportmentalität zu gehen, wo alle für einen fahren, damit der Hersteller auch ja gewinnt.

    Allgemein scheint es dem Motorsport dieser Tag nicht so gut zu gehen. Diverse TCR-Serien scheinen mir auch Schwierigkeiten mit dem Starterfeld zu heben. Dabei kann ich den blinden Aktionismus und die Panik der Hersteller - allen voran der VW AG - überhaupt nicht nachvollziehen. Man schleimt sich bei einer Zielgruppe ein, die in späteren Jahren überhaupt kein Interesse an einem privaten PKW haben wird, ganz gleich ob mit Verbrennungs- oder Elektromotor. Auf der anderen Seite vergrault man die treue Zielgruppe, die mit E-Mobilität oder zumindest mit E-Rennsport überhaupt nichts anfangen kann.


    Was die DTM angeht: Berger hat gewissermaßen die Zusammenarbeit mit der SuperGT geerbt, aber sie scheint ja immer mehr in die Sackgasse zu führen. Da muss man nun auch so ehrlich zu sich selber sein und fragen, ob überhaupt noch ein Bedarf an einer deutschen Top-Rennserie besteht. TCR oder GT3 machen mich heutzutage nicht mehr so an, aber sie könnten halt eine solche Lücke füllen. Ansonsten müsste sich der Gerhard dringend was einfallen lassen und damit meine ich nicht sein Luftschloss einer E-DTM. Zur Not macht er es wie die Deutsche Rennsport Meisterschaft in ihren letzten Tagen und lädt alles ein, was vier Räder hat: GTE, GT3, LMPs usw. Dann packt er eine BoP drauf und fertig. Mit der DTM Trophy wagen die sich ja gerade auf das Feld vor. Dazu gab es ja Gerüchte, wonach die ITR eine GT-Serie in Planung hatte.


    Aber sollte es die DTM nicht mehr geben, würde mich das schon traurig machen. Aber wie Andy sagte: Eigentlich war es schon die letzten 15 Jahre eine Farce. Da konnte auch der Wiedereinstieg von BMW nichts ändern. Vielleicht entsteht ja aus der Asche etwas neues, besseres. Aber ich würde nicht drauf setzen.

    Immerhin nutzt Audi mal ein wenig das Cross-Promotion Potential und packt ein Bayern-Logo auf einen ihrer Audi. Gut, ich hoffe, dass der gute Rene Bayern-Fan ist. Sonst wäre es sicher ein bisschen komisch für ihn :]


    Wenn wir schon dabei sind: Ford kann gerne zurückkommen und ein Auto im Design des 1. FC Köln mitbringen :] Und wo wir dabei sind: Mal sehen, wie KaY reagiert, wenn Opel in die DTM zurückkehrt und ein Auto im BVB-Design an den Start bringt :]

    Das hilft den Einschaltquoten halt auch nicht...

    Naja, im "modernen" Mediengeschäft ist die Quote mehr und mehr sekundär. Die Reichweite an sich auf den sozialen Medien bekommt auch immer mehr Bedeutung. Sicher werden über die Stream im besten Fall vielleicht noch 100.000 Zuschauer zuschauen. Aber immerhin. Ebenso hat sich Pro7Sat1 geradezu eine zielgruppengerechte Werbung auf die Fahnen geschrieben. Gut möglich, dass man mit der DTM insofern nicht ganz unzufrieden ist, als dass man eine Sendung für die typische Motorsportzielgruppe hat - nehme ich zumindest mal an. Ich könnte mir aber sehr stark vorstellen, dass man die DTM ab nächstem Jahr entweder zu Kabel Eins oder Pro7 Maxx verfrachtet, wo sie vielleicht in einem besseren Umfeld glänzen könnten.


    Auch einjapanischer Hersteller wird die DTM in Deutschland zumindest kaum populärermachen. Da müsste Mercedes, Opel oder vielleicht Ford kommen.

    Da sehe Opel sogar noch als realistischer an, als Mercedes. Opel hat jetzt wieder einen Gewinn eingefahren, jetzt müsste Rüsselsheim nur noch ein Interesse am Motorsport zeigen. Vielleicht will PSA ja wieder auf breiterer Front im Motorsport angreifen und da müsste man ja was mit Opel anfangen. TCR wurde ja eher stiefmütterlich behandelt...aber hätte, wäre wenn. Das hat momentan natürlich alles keine Substanz.

    Nachdem Sat.1 in Hockenheim an beiden Tagen noch gut 800.000 Zuschauer angelockt hat, ist man sowohl in Zolder, als auch in Misano auf gerade einmal 500.000 abgestürzt. Da fragt man sich schon nach den Gründen. Fehlt Mercedes doch zu sehr? Hat man die Zuschauer eher mit den Turboautos abgeschreckt? Oder befürchtet die Mehrheit einen reinen Zweikampf zwischen BMW und Audi und hat deswegen abgeschaltet? Letzteres könnte ich durchaus für möglich halten. Die DTM sollte aufpassen, dass man nicht wieder in den Blödsinn aus dem Zeitraum 2006-2011 verfällt, wo sich Mercedes und Audi wahrlich ein Duell geliefert haben. Ein Duell, wo Hinterbänkler beider Hersteller munter führende des anderen Herstellers abgeschossen haben, wo alle Markenkollegen fröhlich den bestplatzierten der Meisterschaft vorbeigewunken haben und wo die Sportchefs manchmal eher damit beschäftigt waren, den jeweils anderen verbal eine mitzugeben. Das zweite Rennen in Misano hat da durchaus anzeichen geliefert: Der Abschuss von Wittmann, der von einem "übermotivierten" Audi-Fahrer abgeschossen wurde, dann wie Rene Rast von Frijns und Müller durchgewunken wurde. Dazu noch das Gemecker über Wittmanns Sieg vom Samstag, der aufgrund der Safety Car-Regel sicher ein Geschmäckle hatte, aber am Ende doch fair und sportlich ausgefahren wurde.


    Da kann man nur hoffen, dass Aston Martin schnell aufholt oder ein vierter Hersteller kommt, der eher vorne mitmischen kann. Zudem läuft dieses Jahr der Fernsehvertrag mit Sat.1 aus. Die DTM befindet sich zwar auf dem Sendeschnitt von Sat.1, aber ich weiß nicht, ob sich die Übertragungen für die trotzdem rechnen. Vor allem, wenn man mit der xten Wiederholung von Auf Streife die gleichen Werbeeinnahmen erzielt, die Kosten aber viel geringer sind. Und doch überrascht es auch, dass Sat.1 entweder nicht mehr aus der DTM rausholen kann oder möchte. Die NFL hat man innerhalb weniger Jahre auch relativ groß rausgebracht in Deutschland. Sicher klappt das bei der DTM nicht von jetzt auf gleich. Aber möglich sollte es an und für sich schon sein.

    Vielleicht sollte Ferrarist einfach keine Wochen und Tage mehr nennen. ;)

    Ich machs einfach wie die Entwickler von Duke Nukem Forever und sage das nächste Mal einfach, dass ich fertig bin, wenn ich fertig bin :]


    ABER: Mittlerweile habe ich den OP aktualisiert und bin dabei, die kalkulierten Auto- und Fahrerstärken in mein Spreadsheet einzutragen. Ich benutze mal bewusst die Formulierung "bald", denke aber, dass dieses bald auch recht bald eintreten wird :]

    Bei Red Bull wird doch demnächst ein Cockpit frei...

    Naja, Gasly kommt mit allerhand Meriten. Ich denke, selbst Helmut Marko wird ihm mindestens ein Jahr Schonfrist gewähren. Zumal sich so eventuelle Konflikte zwischen Teamkollegen fürs erste entschärfen würden.


    Aber Leclerc ist nicht zu beneiden: Bei Ferrari lässt er sich weiter zum Dackel machen. Aber bei Red Bull und Mercedes dürfte auf absehbare Zeit nichts frei werden und in anderen Teams würde er hinterherfahren.

    Gut, der Umbau war wahrscheinlich unumgänglich, aber wenn man schon am umbauen ist, hätte man das auch im Motodrom machen müssen. Wenn man sich z.B. die Mercedes-Arena geschenkt hätte, hätte man eine lange Gerade von der Spitzkehre bis Anfahrt Motodrom, wo man dann als Überholstelle entweder eine weitere Haarnadel oder eine große Schikane wie "The Chase" in Bathurst hätte bauen können.

    Ursprünglich hätte es Ecclestone schon gereicht, wenn man die Clark-Kurve mit der Senna-Schikane verbunden hätte. Wäre ja vom Layout her dem heutigen Ring gar nicht mal unähnlich. Aber dann wurde man größenwahnsinnig und baute noch ein paar Zusatztribünen mehr ein usw.

    Was zeigt denn Eurosport außer der Bundesliga, den French Open, diversen Radsportevents, der WTCR, der Formel E und Le Mans denn überhaupt? Gefühlt haben Sky und Dazn die meisten Rechte unter sich aufgeteilt.


    Aber ich stimme dem Tenor zu: Seit der Übernahme durch Discovery ist es mit Eurosport bergab gegangen. Man wollte Eurosport netflixisieren, was nicht mal so falsch ist. Nur hat man völlig verkannt, was Eurosport überhaupt ausgemacht hat: Dass es - mehr oder weniger - das gleiche Programm für den ganzen Kontinent gab. Dann noch die komplett unnötigen Prestigeprojekte wie die Rechte an den Olympischen Spielen. Man aufpassen, dass sich Eurosport langfristig nicht überflüssig macht. Denn mit Dazn gibt es eigentlich schon einen würdigen Ersatz.

    Und ein Reglement braucht man halt

    Dann soll der ACO oder am besten die FIA einfach eins machen und fertig. Weil wie Racing Harz anmerkte: Wenn man versucht, alle glücklich zu machen, macht man wohl eher niemanden glücklich. Nur müsste man sich die Frage stellen, wohin man mit der WEC will: Will man eine Marketingplattform für zukünftige Technologien schaffen? Oder will man möglichst viele Privatteams mitnehmen?

    Werks-Programm in der BTCC, welches auch in deutschen Presserundschreiben eigentlich nach jedem Rennwochenende erwähnt wird.

    Mag sein, dass ich in der falschen Blase bin, aber davon kommt bei den Empfängern der Pressemitteilungen wohl nichts an :]

    und schließlich ist die 2-Liter Tourenwagen-Rennerei eigentlich die ureigenste Domäne von BMW

    Eigentlich. Tatsächlich hat BMW ja seit ihrer DTM-Rückkehr ihr Engagement in seriennahen Tourenwagenserien konsequent geleugnet. Der gemeine BMW-Fan könnte glatt denken, dass nach dem M3 E30 bis zum M3 E92 kein einziger Tourenwagen aus München auf die Strecke kam, was natürlich nicht stimmt. Aber von Seiten BMWs wird eben nicht an alte STW- oder WTCC-Erfolge erinnert. Da hat man wohl leider die Attitüde von Mercedes übernommen, für die seriennaher Tourenwagensport überhaupt nicht ins Premiumimage gepasst hat. Audi geht das hingegen pragmatischer an und macht trotzdem in der TCR mit, einfach weil es eben Geld bringt.

    Meines Erachtens haben sich die Herren Fillon und Neveau gewaltig verzockt und einen guten Ansatz innerhalb von 5 Jahren in den Keller gewirtschaftet.

    Andererseits scheinen mir die Hersteller auch nicht wirklich zu wissen, was sie denn wirklich wollen. Die einen wollen Hypercars, die anderen GTE-Plus, manche wollen LMP1 und wieder andere wollen möglichst fortschrittliche Antriebssysteme. Soll der ACO doch einfach alle reinlassen und am Ende gewinnt der schnellste. Dann wird sich quasi sportlich das langfristige Reglement entscheiden.

    .... und faseln ständig was von "Old school".

    Nicht zu vergessen ständig was von "Auto-/Rallycross", "die neue Formel 1" und "mit den alten Autos wäre das nicht möglich gewesen" zu faseln :]


    RTL ändert zum Tod von Niki Lauda übrigens sein Programm. Ab 20:15 Uhr senden sie eine Doku über sein Leben und um 21:55 Uhr zeigen sie den Film Rush. Schöne Geste, immerhin hat Lauda ja lange für den Sender gearbeitet.

    Eine großartige Persönlichkeit auf so vielen Ebenen. Nicht nur im Rennsport, sondern auch in der Luftfahrt und in der Wirtschaft. Ich erinnere nur an seine Rolle bei der Aufklärung eines Flugzeugabsturzes seiner Fluglinie. Er wird der Welt fehlen.

    Da hast Du schon Recht, ich wollte es nur wissen, ohne Google anzuwerfen. Denke halt immer, dass man doch froh sein muss, wenn genügend Starter da sind. Und in Indy ist ja auch noch genügend Platz auch für 36 Autos.

    Wie Racing Harz schon ansprach, hat es traditionelle Gründe. Allerdings hat man beim ersten Indy 500 diese Zahl bewusst gewählt, um jedem Auto auf der Strecke genug Platz zu bieten. Man stelle sich zum Beispiel 42 IndyCars in Indy vor. Selbst auf dieser langen Strecke sollte es ziemlich eng werden, von der Unfallgefahr ganz zu schweigen.


    Gleichwohl gab es Jahre, wo mehr als 33 Fahrer an den Start gegangen sind. 1997 ist der IRL ihre 25-8 Regel erneut auf die Füße gefallen. Dort sollten ja die Top 25 der Meisterschaft garantierte Plätze bekommen. Nun gab es aber einige Fahrer, die im Qualifying schnellere Zeiten als einige von denen mit garantierten Startplätzen fuhren. Diese durften dann doch mitfahren, weshalb 35 Fahrer im 97er Indy 500 mitfuhren...naja, nicht ganz. Drei crashten in der Einführungsrunde, zwei konnten wegen Defekten das Rennen nicht einmal starten. :]


    Apropos 25-8: 1996 gab es noch Versuche von Roger Penske und Tony George, irgendwie CART-Teams doch noch zur Teilnahme am 96er Indy 500 zu kriegen. Eine Idee war es, das Feld auf 42 Autos zu vergrößern. Penske und CART lehnten ab und der Rest ist Geschichte.

    Das klingt ein bisschen danach, als ob die DFL auf ein ähnliches Szenario wie bei der Champions League hofft, dass sich also Sky und DAZN Rechte teilen. Könnte mir bei Sky daher auch vorstellen, dass man sich zB die Einzelspiele am Samstag Nachmittag schenkt und sich nur den Publikumsrenner Konferenz holt, plus die übrigen Live-Spiele, um vor den eigenen Abonnenten nicht ganz dumm dazustehen. Oder man schließt erneut eine Vereinbarung mit DAZN, wo Sky sich noch ein Spiel Samstags um 15:30 Uhr als First Pick aussuchen darf, um auch ja wirklich alle Bayern-Spiele zeigen zu können :]