Beiträge von M. Nissen

    Verschiedene Rennsieger


    Mit Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Max Verstappen, Charles Leclerc und Sebastian Vettel gewannen in diesem Jahr immerhin fünf verschiedene Fahrer Formel 1-Rennen. Damit erreichte man dieselbe Anzahl wie bereits in den beiden Vorjahren. Auch wenn die Zahl Fünf auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht aussieht, zieht man den 10-Jahres-Durchschnitt damit weiterhin leicht nach unten. So gab es in früheren Jahren mitunter viel mehr Abwechslung auf der obersten Stufe des Siegerpodests - zuletzt 2012 als gleich acht verschiedene Piloten zu Siegern wurden.


    Die Rohdaten:

    Jahr Verschiedene Sieger Anzahl Rennen Versch. Sieger pro Rennen 10-Jahres-Durchschnitt
    2015 3x 19 0,16 0,27
    2016 4x 21 0,19 0,26
    2017 5x 20 0,25 0,26
    2018 5x 21 0,24 0,25
    2019 5x 21 0,24 0,24


    Legende: Die Kennzahl "Verschiedene Sieger pro Rennen" gibt den Abwechslungsreichtum ganz oben auf dem Siegerpodest an. Je niedriger die Kennziffer, desto weniger verschiedene Sieger hat die Saison unter Berücksichtigung der Anzahl der Rennen hervorgebracht.

    Die Formel 1-Saison 2019 ist vorbei. Somit ist es Zeit, erneut einen Blick auf die Saisonstatistiken des abgelaufenen Jahres zu werfen. Das Ganze geschieht wie immer auch im mehrjährigen Vergleich und unter den gewohnten Spezifikationen. Der Plan sieht folgendermaßen aus:


    Di: TV-Zahlen

    Mi: Verschiedene Rennsieger

    Do: Klassisches Punktesystem

    Fr: Ankunftsquote

    Sa: Unfallstatistik


    Den Start machen heute also die


    TV-Zahlen


    Nachdem es RTL ab 2015 gelungen war, den recht steilen Abwärtstrend zu stoppen und sogar wieder ein paar Zuschauer hinzuzugewinnen, sind in diesem Jahr leider wieder einige Fans abhanden gekommen. Durchschnittlich 4,01 Mio. Zuseher bedeuten für RTL leider den schlechtesten Saison-Wert seit 25 Jahren. Auch die Einschaltquoten waren 2019 entsprechend rückläufig. Da in diesem Jahr jedoch auch der PayTV-Sender Sky wieder übertrug, fällt das Minus aus Sicht der Rennserie nur marginal aus. Sky fuhr in dieser Saison die zweitbeste Reichweite seit Beginn der offiziellen Zuschauermessungen auf Sky ein.


    Noch ein wichtiger Hinweis: In allen Zahlen keine Berücksichtigung finden können die Zuschauer, welche die Formel 1 über den kostenpflichtigen RTL-Livestream via TV-Now, F1-TV oder illegal verfolgt haben. Im Falle der ersten beiden Varianten halten die beiden Anbieter entsprechende Zahlen unter Verschluss. Für letztere Version liegt schlicht keine Messmethode vor.


    Rohdaten RTL:

    Jahr Zuschauer-Durchschnitt Marktanteil gesamt Marktanteil 14-49 Jahre
    2015 4,17 Mio. 28,5 % 23,3 %
    2016 4,40 Mio. 28,0 % 23,6 %
    2017 4,35 Mio. 29,0 % 24,4 %
    2018 4,50 Mio. 28,9 % 25,1 %
    2019 4,01 Mio. 25,6 % 22,1 %


    Rohdaten Sky:

    Jahr Zuschauer-Durchschnitt
    2015 0,33 Mio.
    2016 0,36 Mio.
    2017 0,48 Mio.
    2018 (keine Übertragung)
    2019 0,44 Mio.

    Beste Rennen des Jahres:
    Deutschland


    Mein Fahrer des Jahres:
    Lewis Hamilton


    Enttäuschung des Jahres:

    Strahlemann


    Szene des Jahres:

    Die bei Nässe eisglatte Auslaufzone von Hockenheim


    Schulnote:

    4-

    Und ich bleibe dabei, dass Binottos Entscheidung Vettel für die Saison zur #1 zu machen falsch und dumm war. Diese wird ihn seinen Job kosten. Und zwar völlig zurecht. Ich glaube, selbst die gestrige Kollision geht ursächlich auf diese "Mutter aller Fehler" in Melbourne zurück.

    Naja, warten wir mal ab. Es würde mich ja nicht wundern, wenn gerade diese engen Zeitabstände letztlich dafür sorgen, dass das Rennen eine Prozession wird.

    Die von Codemasters setzen das sehr gut um finde ich. Durch die Formel2 hat das Spiel nochmal an Mehrwert gewonnen.

    Ja stimmt, wir hatten aber auch schonmal historische Autos und historische Strecken, die dann von einem Teil auf den nächsten plötzlich wieder verschwunden sind. Ob das mit der Formel 2 wohl auch passiert? Selbst den Grand Prix-Modus hatte man in einem Jahr "vergessen". Ich für meinen Teil möchte daher nicht ganz so positiv über Codemasters schreiben.

    Aber die Fahrer wussten doch auch schon vor dem heutigen Rennen, dass es dann ein Fehlstart ist, wenn man die Sensoren auslöst und nicht zwangsläufig wenn man vor Erlöschen der Startampel losfährt.

    Also hätten sie es bisher auch gemacht, wenn sie denn wollten!

    Wenn diese laxe Handhabung schon bisher allgemein bekannt gewesen wäre, dann würde das Vorgehen der Rennkommissare jetzt wohl kaum für diese Diskussionen sorgen. Offenbar schienen es die Kommissare ja selbst nicht zu wissen, ansonsten hätte man im Rennen ja keine Untersuchung gegen Vettel eingeleitet. Logisch, oder? Damit dürfte sich obige Argumentation erledigt haben.


    Im Übrigen führt eine derartige Versteifung auf die Sensoren im Zweifelsfall auch dazu, dass ein Fahrer mitunter wegen Frühstarts bestraft wird, selbst wenn er gar nicht zu früh losgefahren ist, nur weil die Sensoren aus unerfindlichen Gründen angesprungen sind. So ganz kann das die Lösung also nicht sein...

    Und weiter hinten halten und früher losfahren? Dann bleibt immer noch das Problem, dass du nicht vor dem Erlöschen der Ampel über den Sensor fahren darfst.

    Ja und? Wenn das tatsächlich erlaubt sein soll starten in zwei Wochen alle fliegend, darauf kannst du Gift nehmen!

    Am gestrigen Sonntag erreichte die DTM zu ihrem diesjährigen Abschlussrennen nochmal eine sehr gute Zuschauerzahl von 1,02 Mio. Zusehern im Fernsehen (Rekord für Sat1!). Diese hohe Zahl ist auch dafür verantwortlich, dass die DTM im Saisonschnitt nun doch sogar oberhalb der Vorsaison notiert. Auch der Marktanteil konnte gesteigert werden.


    2017: 0,89 Mio. (7,3% Marktanteil), letztes ARD-Jahr

    2018: 0,59 Mio. (5,2% Marktanteil), -33,7% ggü. Vorjahr

    2019: 0,61 Mio. (5,4% Marktanteil), +3,6% ggü. Vorjahr


    Gerüchten zufolge verhandelt die DTM mit Sat1 derzeit über eine Verlängerung der Übertragung für weitere zwei Jahre.

    Ohje, das letzte Mal, als wir ein solches Szenario hatten, starb Jules Bianchi im Rennen! Ich denke, man würde bei sowas diesmal - zu Recht - deutlich vorsichtiger sein. Hoffentlich kann die Veranstaltung stattfinden.

    Also was mich ja momentan wirklich staunen lässt, ist die große Anzahl verschiedener Personen, die hier im Forum plötzlich rund um die DTM diskutiert. Offenbar strahlt die Serie immernoch oder sogar wieder zunehmend eine hohe Anziehungskraft aus.


    Zwar sind die Zuschauerzahlen bei Sat1 mit bisher -1,3% immernoch minimal rückläufig, dennoch scheint man bei Sat1 an einer Verlängerung der Übertragungsrechte sehr interessiert zu sein. So lauten zumindest die jüngst von DWDL verbreiteten Gerüchte. Womöglich berappelt sich die Rennserie ja doch noch mal? Oder anders ausgedrückt: Totgesagte leben länger!?

    Ich gebe dir ja vollkommen recht, Kay. Aber wir wissen doch schon seit Jahren und Jahrzehnten wie es im Fußball nunmal läuft. Und wenn Hoeneß sagt, ter Stegen habe keinen Anspruch auf das deutsche Tor, dann hat er damit (leider) recht, denn ein Hoeneß hat immer recht. Würde Löw nicht mehr auf Neuer setzen, dann hätten wir auch ruck-zuck einen neuen Bundestrainer. Das ist wohl kein Geheimnis.

    Da halte ich Leclerc für den besseren Fahrer als Ricciardo.

    Der Meinung kann man sicher sein, das denke ich auch. Das Thema war aber der Vergleich Vettel vs. Ricciardo und nicht Ricciardo vs. Leclerc.

    Im Großen und Ganzen hatte Vettel Ricciardo ja im Griff gehabt.

    Diese Aussage erscheint mir stark erklärungsbedürftig. Beide sind nur dieses eine Jahr (2014) zusammen in einem Team gefahren und in diesem Jahr kann von "Vettel hatte Ricciardo im Großen und Ganzen im Griff" ja nun - vorsichtig ausgedrückt - eher nicht die Rede sein.


    Nochmal der Vergleich:

    Punkte: 238:167 für Ricciardo

    Siege: 3:0 für Ricciardo

    Dass Vettel dabei Ricciardo im Griff gehabt haben soll, fällt mir ehrlichgesagt einfach sehr schwer zu glauben.

    Er [Vettel] hat in Leclerc jetzt erstmals einen Teamkollegen der ihm ebenbürtig ist wenn nicht sogar schneller ist als er selber.

    Das möchte ich infragestellen und bei der Gelegenheit einmal an Daniel Ricciardo 2014 bei Red Bull erinnern (Fahrer-WM: 167 vs. 238 Pkt.). Vettel wechselte danach das Team.

    Eurosport ist erneut ein großer Meilenstein in seiner Geschichte gelungen! Der großartigen Senderpolitik ist es zu verdanken, dass man den Marktanteil in der für die Werbewirtschaft so wichtigen Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren erfolgreich auf nunmehr noch 0,3% senken konnte. Das waren nochmal 0,1% weniger als im Vormonat und sogar 0,4% weniger als noch vor einem Jahr.


    Wenn dieser Trend so weitergeht, sollten sich die Olympia-Rechte für den Münchener Spartensender problemlos refinanzieren lassen - zumindest sofern man eine Gelddruckmaschine im Keller stehen hat. Die letzten veröffentlichten Geschäftszahlen des Senders stammen übrigens noch aus dem Jahr 2014. Danach ist denen wahrscheinlich die Druckertinte ausgegangen...


    Ehrlich: Es ist einfach nur traurig, wie sich Eurosport entwickelt hat. Der Porsche-Supercup ist so ziemlich das einzige was ich noch auf diesem Sender schaue. Vielen hier wird es wahrscheinlich ähnlich gehen.