• Tja, was sagen wir jetzt zum GP von Monaco?

    Hat die Strecke jetzt endgültig fertig? Sind die Hybrid-Panzer ungeeignet für den Kurs im Fürstentum? Sind die Autos zu breit zum Überholen? Sind die Boliden zu schwer? Haben die Autos zu viel Grip?

    Ich finde diese Entwicklung schade, weil sie ehrlichgesagt vorhersehbar war. Wer ist eigentlich damals der Ansicht gewesen, die Hybrid-Panzer mit breiten und großen Slick-Reifen, Ground-Effect und jeder Menge Dirty Air könnten ernsthaft eine gute Idee sein? Wie wir sehen ist die Formel 1 in Monaco unfahrbar geworden. Regenrennen wird es mit dem aktuellen Reglement auch nicht mehr geben. Hätte es überhaupt irgendwie schlimmer kommmen können?

    Die Absichten mit den obigen Maßnahmen mögen gut gewesen sein. Den mechanischen Grip erhöhen und so den Anteil aerodynamischen Grip herabsetzen, hat auf dem Papier sicher gut ausgesehen. Doch in der Praxis haben Ground-Effect und die aktuellen Reifen die Kurvengeschwindigkeiten derart erhöht, dass es kaum noch möglich ist, einander zu folgen - von den Nachteilen im Regen ganz zu schweigen. Inzwischen hat ja selbst die FIA die Versuche mit den Radabdeckungen beerdigt.

    Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass es nun wieder an der Zeit für Rillenreifen ist. Statt der geplanten 1,90 Meter Fahrzeugbreite ab 2026 sollte man wieder 1,80 Meter anstreben. Den Hybrid-Electro-Recovery-Batterie-Krempel sollte man komplett wieder aus den Autos rausräumen oder alternativ konsequent auf reinen Elektroantrieb setzen. Beides zusammen in einem Fahrzeug ist weder wirtschaftlich noch sportlich attraktiv.

    Monacos Tage als Bestandteil des Rennkalenders dürften jedenfalls gezählt sein.

  • Ich denke, dass Liberty auf keinen Fall auf Monaco verzichten wollen wird.

    Miami und Vegas sind ja nur die schlechte Kopie von MonteCarlo, und nur mit Rennen in Tadschikistan, Nordkorea oder West-Namibia holst ja auch keinen hinter dem Ofen vor…

  • Aus meiner Sicht war das Rennen in Monaco das langweiligste bis jetzt überhaupt,
    mal kurz von der ersten Runde abgesehen.

    Allerdings waren auch schon in der nahen Vergangenheit die Rennen im Fürstentum nicht mehr spannend.

    Und da es bei der F1 eigentlich nur um Geld geht, wird auch der Monaco-GrandPrix fester Bestandteil des
    Rennkalenders bleiben. Und Wenn Fürst Rainier das nicht mehr bezahlen möchte, wird mit Siccherheit
    Robert Geissen und seine Freunde gerne als Geldgeber einspringen :)

    Es gibt 10 Gruppen von Menschen: Die, die Binärcode verstehen und die, die ihn nicht verstehen...beer ...!

  • Aus meiner Sicht war das Rennen in Monaco das langweiligste bis jetzt überhaupt,
    mal kurz von der ersten Runde abgesehen.

    Allerdings waren auch schon in der nahen Vergangenheit die Rennen im Fürstentum nicht mehr spannend.

    Und da es bei der F1 eigentlich nur um Geld geht, wird auch der Monaco-GrandPrix fester Bestandteil des
    Rennkalenders bleiben. Und Wenn Fürst Rainier das nicht mehr bezahlen möchte, wird mit Siccherheit
    Robert Geissen und seine Freunde gerne als Geldgeber einspringen :)

    Ich habe das Rennen zwar nicht gesehen, sondern nur im Live-Ticker verfolgt, hatte da aber auch den Eindruck, dass es sich wohl um das langweiligste F1-Rennen ever handeln könnte. Mein Beileid an alle, die es gesehen haben!

    Richtig, letztlich hängt die Zukunft des Monaco-Rennens wohl nicht von sportlichen Fragen, sondern vor allem vom Geld ab. Doch auch an dieser Front gab es zuletzt ja Berichte, wonach Monaco nicht bereit ist, so viel Geld zu zahlen wie von Liberty gewünscht, bzw. so viel zu zahlen, wie andere Veranstalter offenbar auch zahlen müssen.

    Ob der Promi- und History-Faktor letztlich ausreicht, um Monaco auch zu günstigen Konditionen im Kalender zu halten? Man darf gespannt sein! Die schwachen Rennen im Fürstentum helfen bei den Verhandlungen aber sicher nur einer Seite: Liberty Media.

    Ich persönlich halte die Position von Monaco im Rennkalender mittlerweile jedenfalls für durchaus angreifbar:
    - Es gibt Zwist um das liebe Geld.
    - Die Rennen sind sportlich eine Farce.
    - Mit Miami, Las Vegas & Co. gibt es längst andere Rennorte, welche Monaco zumindest teilweise ersetzen könnten.
    - Und dass die Amerikaner um Liberty Media nicht viel von Historie und Traditionen halten, da sind wir uns wohl alle einig.

    Eine gute Verhandlungsposition sieht jedenfalls anders aus.

  • Naja, Monaco kannst nicht irgendwo nachbauen.

    Und es ist ja nicht so, dass dort nicht auch schon andere Rennserien (Formel E, Historic) auch fahren. Klar, die F1 ist da schon höher angesiedelt, aber ganz ehrlich: selbst Verstappen, Hamilton oder Alonso sind so richtige A-Promis. Würde mal behaupten, dass die Leute eher Brad Pitt oder Johnny Depp im Supermarkt erkennen als Carlos Sainz oder Nico Hülkenberg.

    Insofern würde ich das so sehen: Monaco ist ein Event, bei dem auch ein paar Rennwagen fahren. Die Promis kommen wegen des Flairs, die Rennserie kommt wegen der Promis. us. Man braucht sich gegenseitig.

    Die F1 in Monaco war auch mal interessant, allein schon weil es gefährlich und unwägbar war. Nirgendwo war man schneller in den Planken, war da nicht auch mal der Vergleich von Niki Lauda mit dem Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer????
    Die aktuelle F1 ist aber fast schon zu sicher geworden. Und dazu traut sich niemand mehr was. Insofern hat Magnussen wenigsten etwas versucht, wenn auch nicht erfolgreich.
    Man denke an die diversen Überholversuche von Montoya & Co. im oder nach dem Tunnel. Der Unfall vom Wendlinger. Die Rennen, wo nur 3 Autos ankamen usw.
    Und vor allem: man kann so langsam fahren ohne dass man überholt wird - das hätte es früher nicht gegeben!

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